Leichte Sprache

Leitbild

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung fühlt sich dem Grundsatz der Freiwilligkeit verpflichtet. Sie orientiert sich in ihren Angeboten an den im Beutelsbacher Konsens festgelegten Richtlinien.
In der Ausstellung "Kriegsende in Potsdam", Foto: fbn

Grundsatz der Freiwilligkeit

Niemand kann zur politischen Bildung gezwungen werden. Diesem Grundsatz folgen alle Angebote der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Sie bietet Orientierungswissen an, damit Bürger ihre demokratische Verantwortung wahrnehmen können. Sie sind als Einladung zu verstehen an alle, die neugierig sind – egal, wie alt sie sind, welche Ausbildung oder welchen Beruf sie haben.

Lebenslanges Lernen - Neugier auf politisches Wissen wecken

Niemand wird als mündiger Bürger geboren. Die gesellschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Prozesse gestalten sich immer komplexer. Sie zu verstehen, macht Mühe, erfordert lebenslanges Lernen und Weiterbildung bis ins hohe Alter. Die Landeszentrale möchte Neugier aufs Verstehen wecken, um Menschen zu befähigen, selbstbestimmt an der Weiterentwicklung der demokratischen Gesellschaft mitzuarbeiten. Persönliche Unabhängigkeit und Fortentwicklung, aktive Teilhabe und die Integration aller Bürger sind ein hoher Anspruch. Daran zu arbeiten lohnt sich.

Die Landeszentrale versteht sich als Leitinstitution der politischen Bildung im Land Brandenburg. Sie arbeitet auf der Grundlage eines integralen Konzepts. Das heißt, in Veranstaltungen, Ausstellungen, Publikationen und im Internet wird politische Bildung über verschiedene Sinne, Medien und Formate vermittelt. Ihre Angebote finden einerseits im geschützten, andererseits auch im öffentlichen Raum statt.

Diskursiv und kontrovers

Politische Bildung ist grundsätzlich überparteilich und bürgerorientiert. Die Landeszentrale ist kein Lernort im eigentlichen Sinne, sondern ein Platz, an dem Kommunikation stattfindet. Grundlage dieser Kommunikation ist der Beutelsbacher Konsens. Ihm fühlen sich alle Mitarbeiter verpflichtet.

Das bedeutet: Niemand darf indoktriniert werden. Es gilt das Kontroversitätsgebot – Diskussionsergebnisse werden im gegenseitigen Dialog ausgehandelt. Es bedeutet außerdem, dass jeder Adressat politischer Bildung in die Lage versetzt werden soll, seine eigene politische Situation, seine eigene Interessenlage zu analysieren, die vorgefundene Situation im Sinne seiner Interessen beeinflussen zu können sowie sich selbständig ein Urteil zu bilden. Ganz selbstverständlich dabei: Die Teilnahme ist freiwillig und es wird eine Pluralität der Angebote gewährleistet.

Heimatverbunden und global zugleich

Grundwerte der Demokratie sind Frieden, Freiheit, Toleranz und Solidarität. Sie gehören ins öffentliche Bewusstsein. Zu den Spezifika der Landeszentrale in Brandenburg gehören die vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte beider deutschen Staaten und dem Prozess der deutschen Einheit, die Förderung von Heimatverbundenheit (Identitätsbildung) durch Vermittlung von Landesgeschichte, die Aufklärung über Diktatur, totalitäre Herrschaft und politischen Extremismus von rechts und links sowie Angebote zur direkten Begegnung mit Kunst und Kultur (identitätsstiftend und niederschwellig zugleich).

Orientierung auf die Teilnehmer

Die Interessenten dürfen politische Bildung erwarten, die, anders als formale Bildung, teilnehmerorientiert, ergebnisoffen, kritisch und damit im gewissen Sinne auch riskant ist. Politische Bildung ist Selbstbildung. Im Vordergrund stehen nicht standardisierte Lernziele. Es geht vielmehr um die Herausbildung von Fähigkeiten und Kompetenzen, um die Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement.

Die Landeszentrale bietet den freien Trägern politischer Bildung Beratung bei Fragen der Veranstaltungsorganisation, der Referentengewinnung, der Förderung und der Projektarbeit. Die Förderung erfolgt entsprechend der geltenden Richtlinie und soll verlässlich und dauerhaft landesweite Angebote sicher stellen. Die Landeszentrale ist selbst Partner und Vermittler von Kooperationen, befördert Vernetzung und Erfahrungsaustausch, um größtmögliche Synergieeffekte zu erzielen.

Transparenz und Wirtschaftlichkeit

Für die interne Kommunikation und das Finanzmanagement hat sich die Landeszentrale verpflichtet, alle Planungs- und Entscheidungsprozesse transparent zu gestalten. Alle Mitarbeiter pflegen einen kooperativen Umgang miteinander. Die der Landeszentrale anvertrauten öffentlichen Gelder werden sachgerecht und nach den Geboten der Wirtschaftlichkeit eingesetzt. Die gesamte Arbeit unterliegt einer selbstorganisierten kontinuierlichen Effektivitäts- und Effizienzkontrolle.

Bei der Ausstellungseröffnung "Zwanzig" auf der Terasse der Landeszentrale

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