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10. Januar 2005 bis 16. Juni 2005

Wendekinder

Ansichten von Jugendlichen aus dem Land Brandenburg
Was bewegt die Jugendlichen, die als erste Generation im wiedervereinten Deutschland aufwachsen? Welche Wünsche und Vorstellungen haben sie von ihrem Leben? Was erwarten sie von der Zukunft und in welchem Maße sind sie von Vergangenheit und Gegenwart ihrer Eltern geprägt?
Porträtiert von Martina Schellhorn (Texte) und Achim Sommer (Fotografie)

Mit dem Geburtsjahr 1989/1990 jährt sich immer auch der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands und damit das Ende der DDR – des Landes, in dem die Eltern der in dieser Ausstellung porträtierten Kinder zu Hause waren und das ihre Kinder nicht mehr erlebt haben. Was bewegt die Jugendlichen, die als erste Generation im wiedervereinten Deutschland aufwachsen? Welche Wünsche und Vorstellungen haben sie von ihrem Leben? Was bedeutet Heimat für sie, wie wichtig sind Schule, Beruf und Familie? Was erwarten sie von der Zukunft und in welchem Maße sind sie von der Vergangenheit und Gegenwart ihrer Eltern geprägt?

Jugendliche aus drei verschiedenen Orten Brandenburgs haben sich fotografieren und befragen lassen. Die Antworten der heute 14- und 15jährigen sind ausführlich, oft fröhlich, manchmal traurig, zögerlich suchend oder schlagfertig selbstbewusst – immer aber von berührender Offenheit. Sie ermöglichen Einblicke in die Gedankenwelt der Mädchen und Jungen, die sich in dem Lebensabschnitt der Grenzüberschreitung von Kindheit zum Erwachsenenalter befinden – der wohl interessantesten und anstrengendsten Zeit ihres jungen Lebens. Nicht die soziologische Untersuchung oder die statistische Erhebung war das Ziel, sondern die Suche nach der individuellen Lebenssituation der „WendeKinder“.

Lesetipp

Das Buch zur Ausstellung  kann im Buchshop der Landeszentrale bestellt werden.

Von Dezember 2003 bis September 2004 fanden die Gespräche statt, sie wurden auf Tonband mitgeschnitten, abgeschrieben und dann zu Texten verdichtet. Die Jugendlichen wurden gebeten, auch selbst zu fotografieren was ihnen wichtig, lieb und teuer ist. Die im Sommer 2004 entstandenen Schnappschüsse ähneln dem Blick in ein privates Fotoalbum. Diese sehr persönlichen Fotos wurden in die Ausstellung einbezogen.



Gesamtschule KunowGesamtschule Kunow

Seit 1692 gibt es in Kunow, Landkreis Prignitz im Nordwesten Brandenburgs eine Schule. In der DDR wurden an der Polytechnischen Oberschule „Thomas Müntzer“ Schüler von Klasse 1 bis 10 unterrichtet. Nach der Wende wurde die Schule ab 1991/92 zur Gesamtschule der Sekundarstufe I mit zweizügigen Klassen. Durch ständig sinkende Schülerzahlen wurde die GS Kunow im Schuljahr 2003/04 mit nur noch 35 Schülern zur Außenstelle der Gesamtschule von Bad Wilsnack. Im Sommer 2005 werden beide Schulen geschlossen.



Gymnasium WittenbergeMarie-Curie-Gymnasium Wittenberge

1895 als private Realschule gegründet, wurde die Schule zur städtischen Realschule und später zum Realreform-Gymnasium. In der DDR führte hier die Erweiterten Oberschule zum Abitur. Seit 1992 arbeitet die Schule als Gymnasium mit einem mathematischnaturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Der Name „Marie Curie“ wurde 1997 verliehen. Im Schuljahr 2004/05 besuchen 741 Schüler das Marie-Curie-Gymnasium. Die Schule gehört mit vier Gebäuden zu den größten im Landkreis Prignitz.



Voltaire Gesamtschule PotsdamVoltaire Gesamtschule Potsdam

Zu DDR-Zeiten war die Schule eine Spezialschule mit erweitertem Russischunterricht. Nach der Wende wurden in dem Gebäude mehrere Polytechnische Oberschulen zusammengeführt. Eine neue Schulleitung entwickelte ein zukunftsorientiertes Profil; 1994 erfolgte die Namensgebung „Voltaire Gesamtschule“. Mit einer vier- bis sechszügigen Mittelstufe und einer vierzügigen gymnasialen Oberstufe ist sie eine der größten und nachgefragtesten Schulen des Landes Brandenburg mit dem Profil „Sprache – Kommunikation – Medien“. Im Schuljahr 2004/05 unterrichten 71 Lehrkräfte und vier Referendare 960 Schüler.

 

 

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