DenkOrt Halbe
Seit Anfang der neunziger Jahre ist das Gelände vor und der Waldfriedhof in Halbe, etwa 40 Kilometer südwestlich von Berlin gelegen, zum Aufmarschplatz von Rechtsextremisten aus ganz Deutschland geworden, die hier einen "Heldengedenktag" begehen wollen.
Auf dem Waldfriedhof Halbe befindet sich in einer geschlossenen
Anlage die größte Anzahl von Gräbern sowohl von Kriegsopfern
als auch von Opfern der Gewaltherrschaft in Deutschland. Die hier Bestatteten
sind hauptsächlich in den letzten Kriegswochen des Zweiten Weltkrieges,
im Verlaufe des Kampfes um Berlin ums Leben gekommen.
Auf dem Waldfriedhof Halbe sind Angehörige der Deutschen Wehrmacht, der
Waffen-SS, des Volkssturms und der Hitlerjugend bestattet. Außerdem
ist der Waldfriedhof Halbe Ruhestätte und Ort des Gedenkens für
Flüchtlinge und Zivilisten, Sowjetische Zwangsarbeiter, Opfer der Wehrmachtsjustiz
und Opfer des sowjetischen NKWD-Lagers Nr. 5 Fürstenwalde/Ketschendorf.
Am 18. November 2006 demonstrierten in Halbe und Seelow etwa 10.000 Menschen gegen das "Heldengedenken" der Rechtsextremisten.
Rückblick.
Mittel- und langfristige Perspektiven für den Waldfriedhof Halbe
Empfehlungen der Expertenkommission