Rechtsextremismus in Brandenburg Teil 2 (2007 - 2008)
Beispiel: die Cottbusser Rechtsrock-Band Frontalkraft
Als regelrechte Veteranen des Rechtsrock dürfen in Brandenburg bspw. Frontalkraft aus Cottbus gelten. In einer durchaus szenetypischen Mischung aus Gewaltphantasien („Schwarz ist die Nacht, in der wir euch kriegen, weiß sind die Männer, die für Deutschland siegen, rot ist das Blut auf dem Asphalt“. Schwarz ist die Nacht. Auf: Volksmusik. Eigenproduktion 2001 – man beachte die Farbsymbolik: schwarz-weiß-rot sind die Farben des Deutschen Reichs), Neuheidentum, Verschwörungstheorien und larmoyanter Selbststilisierung als Opfer machten die 1992 in Spremberg gegründeten Frontalkraft nie einen Hehl aus ihrer neonazistischen Gesinnung:
„Dein Glied der Ahnenkette, weißt Du, wann sie begann? Sei Hitler stets gehorsam, und Du hast recht getan! Sei Hitler stets gehorsam, und Du hast recht getan! Du kannst zurück im Geiste die fernen Wege gehen, am Ende wird God selber als Ursprung vor Dir stehen! Am Ende wird God selber als Ursprung vor Dir stehen!“
(Frontalkraft: Goden-Hymne. Auf: Wenn der Sturm sich erhebt. Dieter Koch 1996)

Frontalkraft veröffentlichten in 2008 ihr sechstes reguläres Album „Nacktes Land“ (Rebel Records 2008) und zusammen mit der texanischen Band White Wash die Split-CD „Voices of Unity“ (Rebel Records 2008).
In den 90er Jahren waren Frontalkraft im Blood-&-Honour-Umfeld tätig und einzelne Mitglieder später in der Kameradschaft Sturm Cottbus, die dem Lausitzer Aktionsbündnis / LAB angehörte. Das LAB gab nach der Selbstauflösung des Sturm Cottbus und anderer neonazistischer Organisationen die Direktive aus, „nicht mehr mit festen Strukturen, Vereinsausweisen und Gruppenkassen zu arbeiten“. (1) Damit blieben nur die Alternativen, gänzlich auf Strukturen jenseits von Personennetzwerken zu verzichten oder den Anschluss an die legalen Strukturen innerhalb der rechtsextremen Parteienlandschaft, insbesondere also der NPD, zu suchen.
2007 traten Frontalkraft u. a. bei einem Horst-Wessel-Gedenkkonzert auf und am 3. August beim „Sachsentag“ in Dresden, der von der Jugendorganisation der NPD, den Jungen Nationaldemokraten (JN) veranstaltet wurde.
Politisch motivierte Kriminalität in Brandenburg
Rechtsextremes Personenpotential
Subkultureller Rechtextremismus
Beispiel: Cottbusser Rechtsrock-Band Frontalkraft
Subkultureller Rechtsextremismus als Wegbereiter für Radikalisierung
Bands und Konzerte in Brandenburg
Neonazismus, Freie Kameradschaften