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Bürgerforen

Lexikon Politische Bildung

Bürgerforen laden Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Diskussion ein. Auftraggeber sind politische Institutionen, Parteien oder Verbände. Meist wird eine festgelegte Anzahl von Personen ernannt, die Entscheidungshilfen zu bestimmten Sachfragen erarbeiten.

Es gibt sie auf kommunaler, Bundes- und Europaebene. Zu einem Thema werden Gedanken, Meinungen, Aspekte, Fragen oder Probleme gesammelt, die in weiteren Schritten der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dadurch erschließt sich die große Breite und Tiefe des Themas aus der Sicht aller Teilnehmer.

Ziel solcher Initiativen ist es, Menschen am politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen, sie für politisches Engagement zu motivieren und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen. Nach der Ideensammlung werden für die anstehenden Aufgaben Arbeitsschritte geplant und Verantwortlichkeiten festgelegt. Für sich anbahnende Konflikte werden Lösungen gesucht.

Zum Weiterlesen
Bürgerbeteiligung

Vorteile

+ aktuelle Themen werden gemeinschaftlich erarbeitet
+ Meinungen können von verschiedenen Seiten gesammelt und dann sortiert werden
+ auch ungeübte Redner können ihre Meinung gut äußern
+ kreative Vorschläge können zu neuen Lösungen führen
+ Vorschläge zeigen Politikern wo hoher Diskussionsbedarf besteht

Nachteile
- nicht alle Gesellschaftsmitglieder beteiligen sich
- keine rechtliche Verbindlichkeit
- geringe Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, Projekte benötigen größere Werbekampagnen
- hohe Aufwandskosten, je höher die Ebene, umso größer der Aufwand
- Internetzugang und Web-Verständnis in vielen Fällen Voraussetzung

 

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