Leichte Sprache
11. Mai 1999 bis 27. August 1999

Wendepunkte

Wendepunkte

Zehn Jahre liegt es zurück, dass in der DDR aus Bürgerprotesten machtvolle Demonstrationen wurden, dass Züge der Deutschen Reichsbahn Menschen an Urlaubsorte nach Ungarn brachten, aber nicht mehr zurück ...

Zehn Jahre ist es her, dass die alte Garde des Politbüros mit sozialistischer Klatschfröhlichkeit abgeschottet das 40jährige Bestehen der DDR feierte, während Michail Gorbatschow einer begeisterten Menschenmenge den geschichtsträchtigen Satz zurief „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Die Mauer wurde immer durchlässiger und nach der genuschelten Meldung von Günter Schabowski am 9. November 1989 regelrecht gestürmt – ein entscheidender WENDEPUNKT in den Biographien der meisten Deutschen.

Karikatur: Barbara HennigerWie aber spiegelte sich dieser historische WENDEPUNKT in der tagesaktuellen Karikatur?

Die Ereignisse überschlugen sich, fast atemlos wurde Weltgeschichte geschrieben. Weitere WENDEPUNKTE folgten und markierten Einschnitte im Leben der Menschen.

Zwei Karikaturisten beobachteten – aus dem ostdeutschen und dem westdeutschen Blickwinkel – die gesamtdeutschen Ereignisse. Gibt es verschiedene Sichtweisen? Gibt es Ergänzungen?

Wie unterschiedlich kann ein Ereignis, ein Thema gespiegelt werden? Worüber lacht der Ossi, wann bleibt dem Wessi das Lachen im Halse stecken? Wird inzwischen gesamtdeutsch geschmunzelt?

Die Karikaturen von Barbara Henniger (Ost) und Klaus Stuttmann (West) wollen Heiterkeit und Nachdenklichkeit provozieren im ganz persönlichen Umgang mit den WENDEPUNKTEN des Lebens in den letzten zehn Jahren, also im besten Sinne „Erinnerungsarbeit“ leisten.           

 

Martina Schellhorn                      


 

 

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