Buchvorstellung
Donnerstag, 18. Februar 2010, 18 Uhr, Landeszentrale
Die 111 Tage des Potsdamer Bürgerkomitees
„Rat der Volkskontrolle“ 1989/90
Dezember 1989, die Mauer war gefallen, die DDR hatte abgewirtschaftet, die Alleinherrschaft der SED war gebrochen. In dieser Zeit des Umbruchs und im so entstandenen Machtvakuum nahmen in der gesamten DDR aktive Bürger, oft Mitglieder des Neuen Forums, die Macht in die Hand.
In Potsdam war der „Rat der Volkskontrolle“ mit seinem Bürgerbüro ein wichtiger Ansprechpartner für die verunsicherten Menschen, egal ob es um Häuser und Grundstücke, um Telefonanschlüsse, Amtsmissbrauch und Korruption oder um konspirative Wohnungen der Staatssicherheit ging.

Die Autorinnen arbeiteten teilweise in diesem Gremium mit. Ihre Erfahrungen und eine gründliche Recherche 20 Jahre danach sind in das Buch eingeflossen.
So geben Zeitzeugenberichte und zahlreiche, einmalige Dokumente ein außerordentlich authentisches Bild der Ereignisse.
Der Anspruch des Bürgerkomitees war es, die friedliche Revolution fortzusetzen und die bisherigen Erfolge unumkehrbar zu machen.
Lesung und Diskussion sollen die Frage klären, inwieweit dieser Anspruch eingelöst werden konnte.
Gäste:
„Wir waren damals so naiv“
Buch über Potsdamer Bürgerkomitee vorgestellt
(PNN, 20.02.2020)
Als die Stasi verendete
Diskussion in Gedenkstätte Lindenstraße
(MAZ, 7.11.09)
Die den Stein ins Rollen brachten
(taz, 9.04.09)
Wie die »Fahrrad-Fraktion« die Stasi besetzte.
Ein Bericht vom Potsdamer Herbst '89
(Manfred Kruczek in "Horch und Guck")