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Albrecht Gerber

Albrecht GerberAlbrecht Gerber, geboren am 2. April 1967 in Preetz (Schleswig-Holstein), war von 2009 bis 2014 Chef der Staatskanzlei des Landes Brandenburg und ist seit dem 5.11.2014 Minister für Wirtschaft und Energie.


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Albrecht Gerber
Albrecht Gerber

 

Wichtige politische Stationen

1990 – 1991
Pressesprecher des SPD-Landesverbandes und der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg

1991 – 1993
Mitarbeiter einer SPD-Abgeordneten im Landtag Brandenburg
(Britta Schellin, heute Stark)

1993 – 1994
Referent in der Staatskanzlei, Potsdam

1994 – 1997
Persönlicher Referent von Umweltstaatssekretär Rainer Speer

1997 – 1998
Mitarbeiter im SPD-Parteivorstand, sog. Kampa, in Bonn

1998 – 1999
in Brandenburg: Referent in der Staatskanzlei, Potsdam

1999 – 2006
Büroleiter der Ministerpräsidenten Stolpe und Platzeck

2006 2009
Leiter der Abteilung Regierungsplanung und Koordinierung in der Staatskanzlei, Potsdam

06.11.2009 –05.11.2014
Chef der Staatskanzlei

seit 05.11.2014
Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

 

Persönlicher und beruflicher Werdegang

verheiratet

1987    
Abitur

1987-1990    
Studium der Politikwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Kommentare

EEG

Sehr geehrter Herr Gerber, 

In verschiedenen Medien kann man lesen, dass Sie das EEG abschaffen wollen. Wenn Sie die normalen Stromverbraucher entlasten wollen, müssen Sie nicht das EEG abschaffen, sondern lediglich dafür sorgen, dass die EEG Umlage gerechter ermittelt wird. Der Markt zeigt doch die Realität. Ihnen ist doch sicher die Werbung, oder auch offizielle Empfehlung bekannt wo es heißt, dass, wer zu den Versorgern wechselt die die gesunkenen Strom Beschaffungskosten an ihre Kunden weiter geben, mehr als 300 Euro im Jahr sparen kann.. Das sind 300 Euro die in der Umlage enthalten, und dem Markt überlassen werden.

Sie müssen dafür sorgen, dass diese 300 Euro die man beim Versorgerwechsel sparen kann, aus der Umlage raus genommen werden, damit man nicht wechseln muss um die Umlage zu kompensieren. Der Börsenpreis senkende Merit Order Effekt steckt nämlich seit der EEG Neuordnung 2010 in der Umlage. Geld das bei jedem sinken der Börsenpreise als höhere Umlage auf dem EEG Konto eingeht, wofür es keine Ausgaben gibt.

Die EEG Umlage wird leider nicht Kosten/Nutzen basierend ermittelt, wie die Leute vom Politmagazin Monitor schon vor Jahren recherchiert haben. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=a4pslA3NKvQ So etwa ab Minute 4 können Sie erfahren wie bei einer Kosten/Nutzen Betrachtung aus 64 Milliarden nur noch 1,8 Milliarden werden. Auch der Ex-Chef vom Fraunhofer Institut hat diese Ungerechtigkeit im folgenden Video zum Thema gemacht. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI

Gegenwärtig sieht die Praxis so aus, dass je billiger sich ein Versorger wegen der sinkenden Preise an der Strombörse Strom beschaffen kann, desto höhere EEG Umlage muss sein Kunde bezahlen. Alleine an diesem "Paradoxon" ist zu erkennen, dass da was nicht in Ordnung ist. Auf dieses „Paradoxon“ habe ich die Wirtschaftsweisen diesbezüglich in deren deren Jahresbericht hingewiesen, und bestätigt bekommen. Es würde mich freuen, wenn Sie diese von mir geschilderte Realität in Ihre Überlegungen einbeziehen würden.

Mit freundliche Grüßen

Hans Diehl

Ps.: Ich betreibe seit 1992 meine erste PV Anlage, und beschäftige mich seit dem hobbymäßig mit all den Rahmenbedingungen.

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Antwort des Ministers

Sehr geehrter Herr Diehl,

vielen Dank für Ihren Brief an Herrn Minister Gerber. Ihre Kritik an der Ermittlung der EEG-Umlage kann ich teilweise gut nachvollziehen. Die EEG-Umlage ist vor allem für Haushalte, Betriebe und Unternehmen, die nicht von Vergünstigungen profitieren eine große Belastung.

Zutreffend weisen Sie darauf hin, dass nach der Neugestaltung des EEG im Jahr 2010 gesunkene Börsenstrompreise dazu führen, dass die EEG-Umlage steigt. Dieser schwer verständliche Mechanismus ist allerdings nur ein Einflussfaktor für die Entwicklung der EEG-Umlage, die auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und der Ausgleichsmechanismusverordnung festgelegt und von den Übertragungsnetzbetreibern jedes Jahr zum 15. Oktober veröffentlicht wird. Weitere wichtige Faktoren sind die Höhe des Stromverbrauchs, auf den die volle EEG-Umlage gezahlt wird sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien.

Zu Recht haben Sie darauf hingewiesen, dass auch Stromkunden davon profitieren können, wenn die Börsenstrompreise sinken, indem sie darauf achten, dass ihr Energieversorger die gesunkenen Einkaufspreise weitergibt.

Gegenwärtig wird eine Reform der staatlich induzierten Bestandteile des Strompreises diskutiert. Hierzu zählt insbesondere die EEG-Umlage. Die Reform wird voraussichtlich auch auf der energie- und klimapolitischen Agenda der neuen Bundesregierung stehen.

Das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg sieht einen großen Reformbedarf in der Finanzierung der EEG-Umlage. Die hohen Stromkosten belasten vor allem die Haushalte mit geringeren Einkommen und unseren Mittelstand. Denn der Strombedarf wächst nicht mit dem Haushaltseinkommen. Das Wirtschaftsministerium setzt sich daher nicht für eine Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, sondern für eine gerechte Verteilung der Kosten ein. Dafür müssen wir zunächst den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien kostengünstiger gestalten. Die Umstellung der Förderung auf Ausschreibungen hat bereits gezeigt, dass erhebliche Kostensenkungen möglich sind.

In einem zweiten Schritt müssen wir über ein alternatives Finanzierungssystem nachdenken. Dabei muss die Leistungsfähigkeit der Mehrheit der Verbraucher ein wesentlicher Maßstab sein. Denn das sind die Privathaushalte sowie die Handwerker und Gewerbebetriebe, die nicht von der besonderen Ausgleichregelung profitieren. Deswegen sollten die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Zukunft zumindest zum Teil auch aus den öffentlichen Haushalten finanziert werden. Das würde die Energiewende wesentlich gerechter machen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
Uwe Schlömer

Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Referat 31 Grundsatz, Energierecht Heinrich-Mann-Allee 107 I 14473 Potsdam Tel.: 0331/866-1794 I
E-Mail: uwe.schloemer@mwe.brandenburg.de Fax: 0331/866-1634 Web: www.mwe.brandenburg.de

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Brief an den Minister

Sehr geehrter Herr Diehl,
die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung gestattet sich, den Nutzern ihrer Webseite eine Chronik der Landesregierung zu präsentieren.
Die noch im Amt befindlichen Damen und Herren sind ganz normal über Ihre Emails (die man auf Suchseiten des Internets heraus finden kann) zu erreichen. Bitte benutzen Sie diese in Zukunft, wenn Sie Ihre Anliegen und Statements artikulieren möchten. Ausnahmsweise werde ich Ihre Wortmeldung kopieren und dem Minister weiter leiten. Da ich Ihre Daten nicht habe, kann Herr Minister Gerber aber auch nicht antworten. Daher ist es sinnvoll, sich zukünftig direkt an ihn zu wenden: albrecht.gerber@mwe.brandenburg.de
Mit herzlichen Grüßen aus Potsdam, Ihre Landeszentrale

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