Ich bin kein Rassist, aber…

Es gibt Menschen, die sich ganz offen zum Rassismus bekennen. "Ich bin ein Rassist. Ich bin dafür, dass der weiße Mann weiß bleibt." Das sagte der Neonazi Horst Mahler vor einigen Jahren bei einer Gerichtsverhandlung in Potsdam. Ähnlich deutliche Bekenntnisse zum Rassismus findet man z.B. auch in Nazi-Internetforen.

Es gibt jedoch auch noch eine andere Form von Rassismus - aber ist das eigentlich Rassismus? Manche Menschen behaupten nämlich zunächst einmal, sie seien gar keine Rassisten. Doch dann folgt ein aber. Ich bin kein Rassist, aber…

Logo "Ich bin kein Rassist, aberSo heißt auch das Tumblr-Weblog, das sich mit dieser Variante von Rassismus beschäftigt. „Dieser Satz nimmt selten ein gutes Ende“, meinen die Macher des Blogs. Seit Juni 2011 wird hier festgehalten, „was ‚keine Rassisten‘ und ‚keine Nazis‘ auf Facebook und Twitter sagen“.

Das Blog besteht lediglich aus Screenshots. Auf Erläuterungen wird vollständig verzichtet. Sie wären auch überflüssig, denn die dokumentierten Statements entlarven sich in beeindruckender Weise selbst.

„ich will ja nichts sagen oder so,aber ca 98% der Araber sind scheisse !(hab kein vorurteil aber erfahrung)“ (05.10.2011)

„… ich bin kein rasist im gegenteil ich habe nichts gegen ausländer mich kotzt es nur an dsas ihr nicht deutsch schreib so sad mann erst die scheise überstezen muß…….IHR LEBT IN DEUTSCHLAND ALSO SCHREIBT AUCH DIE AMTSSPRACHE“ (22.01.2012)

„So, noch mal für alle Beteiligten. Ich bin kein Nazi. Doch ich bin der Meinung, das jeder Kinderficker oder Vergewaltiger sofort erschossen werden sollte. Weiterhin gehört jeder ‚Ausländer‘, der sich hier in Deutschland Strafbar macht, Drogen verkauft, Ehrenmorde begeht, sofort mit einem Betonklotz in der Elbe versenkt…“ (29.01.2012)


Wenn das kein Rassismus ist.

Das Weblog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer sich (z.B.) bei Twitter mit den passenden Keywords selbst auf die Suche macht, wird noch viel mehr Unerfreuliches entdecken. Inspiriert wurden die Blogger nach eigenen Angaben durch die Internetseite I’m not racist, but…, in dem entsprechende Statements für den englischsprachigen Raum gesammelt werden. (Leider wird dieses Weblog seit einigen Monaten nicht mehr aktualisiert.) Keine Rassisten gibt es also nicht nur in Deutschland.

 

 

Linktipps:

no-nazi.net Für soziale Netzwerke ohne Nazis!

Aktiv gegen Nazis! Mit einem Klick bist du dabei (PDF, 5 S.)

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Kommentare

No.Nazi.Net. Der totale Wahn.

Die Seite oben verlinkt auf das no nazi-net. der Amediu Antonia Stiftung, die mit Steuergeldern alimentierte Stiftung einer ehemaligen Stasi-Spitzelin.

Gleich im erste recht lange Bericht dreht es sich um die Themen Fussball und Patriotismus und davor gewarnt, dass anlässlich der sportlicher Großveranstaltung sich nationale Gefühle in so manchen Deutschen regen könnten.

Darin erfahren wir,

dass Nationalismus

...dass "Patriotismus" gemäßigter Nationalismus sei

...dass die Deutschen auf keinen Fall ihre historische Schuld vergessen dürfen.

...und dass die Nationalhymne der BRD schon zur Zeiten der Nazis gesungen wurde, und man sie deshalb nicht singen sollte.

...dass man bei Deutschland immer an die 12 Jahre Hitler-Regime denken müsse.

dass man nicht stolz auf Deutschland sein dürfe, solange "es Überfälle von Neonazis auf Andersdenkend"e gibt und so lange es "Rassismus und Antisemitismus" gibt. (An den Überfällen von Linksextremen auf Andersdenkende oder die überhand nehmenden Rassismus gegen Deutsche und Europäer hat man bei der Stiftung selbstredend kein Problem.)

Es scheint, als seien die schlimmste Angst dieser Kämpfer gegen Rechts Gefühle von nationaler Solidarität und Identität unter Deutschen.

Warum werden Steurgelder dafür ausgegeben um eine Initiatrive zu alimentieren, deren Hauptaufgabe darin besteht, bei den Deutschen Selbsthass und nationaleSchamgefühle zu nähren, und ihnen ins Gedächtnis zu rufen, was für "böse intolerante Rassisten" sie doch alle sind. Und das noch auf eine ziemlich direkte und unverholene Art und Weise.

Sie haben, so scheint es, Angst davor, dass Deutsche wieder selbstbewusster werden, ihre Schuldkomplexe ablegen und zusammen als Nation für ihre Rechte und für Interessen eintreten könnten. Das ist deren Angst.

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