Leichte Sprache

Digitale Gesellschaft

Ich bin drin oder Gibt es kein Offline mehr?
Web 2.0, facebook, google, twitter, flickr, studivz, ein Avatar sein: Das Internet hat tief greifende und weit reichende gesellschaftliche Änderungen zur Folge. Es gibt kein Offline mehr. Auch die, die draußen sind, stecken „drin“ – in der digitalen Gesellschaft.
Markus Beckedahl. Foto: Digitale Gesellschaft

„Es gibt kein Offline mehr“, meinen Markus Beckedahl und Falk Lüke. Die Netzaktivisten setzen sich für eine Netzpolitik ein, die beides kann: die Chancen des Internets nutzen und zugleich die freiheitlichen Werte unserer Demokratie wahren – auch in einer zunehmend digitalen Gesellschaft. Das ist ein großes Ziel. Und es erfordert, dass Viele mitmachen.

Wegweiser durch die digitale WeltAber was bedeutet das für den einzelnen Bürger? Ist nur wer „drin“ ist „in“? Welche Möglichkeiten der Beteiligung an Online-Abstimmungen gibt es zum Beispiel für die, die keinen Internetanschluss haben? Ist man mit einem Mobiltelefon, das Internet „nicht kann“, draußen, in einer anderen, einer alten Welt – ohne Flashmobs und ohne die Möglichkeit, Teil von (erfolgreichen) europaweiten Bürgerinitiativen zu werden?

Verbraucherschutz, Datenschutz, Jugendschutz, der Zugang zu Informationen, das Recht auf Bildung, auf Meinungsäußerung, die Würde des Menschen... Wie geht eine Gesellschaft mit diesen Herausforderungen um, wenn die Kinder als „digital natives“ aufwachsen, weil sie hineingeboren werden in eine Welt aus Computern, wenn die Großeltern in der Mehrzahl allenfalls ein Mobiltelefon mit großen Tasten haben und die Eltern irgendwie dazwischen stehen mit ihren Smartphones, Musikplayern und Videorecordern – nicht weg, aber auch nicht „da“.

Noch längst ist nicht geklärt, wie die rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Grundlagen konkret aussehen sollen. Doch machen sich inzwischen nicht nur Wissenschaftler und Netzakteure wie die Digitale Gesellschaft e.V. darum Gedanken, sondern auch die Politik hat die Zeichen der Zeit erkannt. 2010 hat der Bundestag einstimmig entschieden, eine Enquete-Kommission zum Thema "Internet und digitale Gesellschaft" einzurichten, die Handlungsempfehlungen erarbeiten soll. Inzwischen liegen die ersten Zwischenberichte der Kommission vor.

Zum Weiterlesen

Die digitale Gesellschaft.
Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage 

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leben im web

Egal, wie man persönlich zur digitalen Gesellschaft steht – sie ist bereits in Teilen Wirklichkeit. Es wird nun darauf ankommen, dafür zu sorgen, dass die Möglichkeiten, die eine solche Gesellschaft bietet, nicht missbraucht werden. Einen Knopf, der das automatisch regelt, gibt es dafür (noch) nicht.

Es scheint, dass auch in Zukunft der Bürger in einer digitalen Welt gebraucht wird.


Landeszentrale, Januar 2013 (aktualisiert im Juli 2014)

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Kommentare

Themenheft "Computerisierung und Informationsgesellschaft"

Zur historischen Einordnung der digitalen Gesellschaft möchte ich hinweisen auf das Themenheft Computerisierung und Informationsgesellschaft:

http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Inhalt-2-2012

Beste Grüße, Jan-Holger Kirsch (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

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