Geschichte

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Orangerie Potsdam, Foto: TMB

Brandenburg ist bei weitem kein „neues“ Land, sondern gehört in die Reihe der „alten“ Länder, deren Existenz auf die Errichtung von Territorialherrschaften nach der Auflösung der frühen Stammesherzogtümer zurückgeht. Schon 1157 nannte sich der Askanierherrscher Albrecht der Bär in Anlehnung an die von ihm besetzte slawische Festung „Markgraf in Brandenburg“. Die neue Markgrafschaft expandierte rasch, wurde von flämischen und deutschen Kolonisten besiedelt, erstarkte wirtschaftlich und politisch. Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Brandenburg als eines der sieben Kurfürstentümer des Reiches.

Seit 1415 herrschten die Hohenzollern über Brandenburg, 1701 Kernland des Königreichs Preußen, dessen Könige zwischen 1871 und 1918 auch die deutsche Kaiserkrone trugen. Mit dem Namen Hohenzollern waren sowohl der vielgeschmähte „preußische Militarismus“ als auch die „preußischen Tugenden“ wie Disziplin oder Toleranz verbunden.

1947 löste der Alliierte Kontrollrat den Staat Preußen auf. Dennoch beruht die Brandenburger Landesidentität noch heute auch auf diesem Teil der Vergangenheit. Bauten der Hugenotten und anderer Glaubensflüchtlinge, die im Zuge der Toleranzpolitik ins Land kamen, prägen das Bild vieler Brandenburger Orte, nicht zuletzt der Landeshauptstadt. Seit 1991 ruhen die Gebeine von König Friedrich II. neben seinem Schloss Sanssouci.

Das Land Brandenburg, das 1947 aus der gleichnamigen preußischen Provinz hervorgegangen war, hatte nur fünf Jahre Bestand. 1952 entschied die SED-Führung, die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt/Oder als neue administrative Einheiten zu bilden. Mit dem Erstarken der Opposition und der sich abzeichnenden Perspektive der deutschen Einheit lebte auch die Verbundenheit mit der historischen Region wieder auf. Die Debatten um die künftige Gestalt des Landes erfassten auch Varianten wie die Zusammenlegung mit Mecklenburg-Vorpommern oder der Altmark. Über die Landeszugehörigkeit etlicher Grenzkreise und –orte entschieden Abstimmungen der Betroffenen.

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