Kommunale Selbstverwaltung

als Schule der Demokratie
Spreebrücke in Fürstenwalde; Foto: LISUM

Es ist mehr als eine Floskel aus den üblichen Sonntagsreden: Die kommunale Selbstverwaltung ist eine Schule der Demokratie. Dabei findet diese Schule im Echtbetrieb statt. Aufgrund der Gesamtverantwortung im Rahmen der Allzuständigkeit bestimmen die Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen über die Geschicke ihrer Städte, Gemeinden und Landkreise.

Gerade unter den Bedingungen der Nähe und Kleinräumigkeit der Kommune gilt es zu erfahren, wie mit einem „Sieg“ der Gegenseite umzugehen ist. Hart in der Sache, aber fair im Umgang miteinander. Für etwas kämpfen und sich anschließend doch in die Augen sehen zu können, das zu erlernen, dafür bietet die Kommunalpolitik die besten Voraussetzungen. Eine lebendige und leistungsfähige Demokratie beruht auf einer intensiven Suche und Auseinandersetzung um die besten Lösungen. Feindschaften darf es unter demokratischen Politikern bei allen Kämpfen in der Sache nicht geben. Gute Kommunalpolitik verwirklicht diesen Anspruch an die Schule der Demokratie.

 

Gerd EhrkeWas ist Ihr Motto?

Der wertvollste Dienst in der Gesellschaft ist der Dienst für die Allgemeinheit, für Gerechtigkeit und für die „Stärkung der Schwachen“, denn die Tragfähigkeit der Gebilde bemisst sich nach deren Schwachpunkten.

Warum sollte man sich kommunalpolitisch engagieren?

Kommunalpolitisches Engagement ist eine lobenswerte Aufgabe, weil dank demokratischer Prozesse und Entscheidungen sichtbare und abrechenbare Ergebnisse erzielt werden können. Diese Vorgänge sind etwas zeitaufwändiger in unseren kleinen Strukturen, dank sachbezogener Argumentationen und wenig parteipolitischem Gezänk umso akzeptabler. Durch die ständig sinkende Finanzausstattung in unserer strukturschwachen Region relativiert sich dieser Vorteil aber ganz schnell. Ich setze mich gern für unsere Region ein, weil man hier noch Bürgernähe verspürt und erleben kann. Das betrifft nicht nur Verwaltungstätigkeit, sondern insbesondere auch die vielfältigen Kontakte mit den örtlichen hochengagierten Vereinen, mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, mit den Jugendlichen, den Senioren, den Gemeindevertretern u.v.a.

Was ist Ihr größter kommunalpolitischer Erfolg?

Während der Amtsgründung war ich Bauamtsleiter. Derzeit war nicht nur der Bau des Amtsgebäudes eine große Baustelle, sondern die Amtsbildung an sich. Meinen kommunalpolitischen Erfolg sehe ich in meiner Arbeit am 2. Bauabschnitt – der Bildung unserer neuen Amtsstruktur in Verbindung mit der Gemeindestrukturreform. Den neu geschaffenen Zusammenhalt unserer Bürger betrachte ich diesbezüglich als Besonderheit, da durch unseren Amtsbereich die alte Bezirks- und Kreisgrenze verlief und solche politischen Grenzen eine hohe Langzeitwirkung haben. Die neu geschaffene ortsverbindende Infrastruktur hat diesen Prozess positiv beeinflusst.

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