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AfD

Die Einordnung der AfD in das Parteienspektrum ist aufgrund ihrer noch jungen Geschichte schwierig. Die Bewertungen in Wissenschaft und Medien reichen von liberal-konservativ bis rechtspopulistisch.
Logo der AfD Brandenburg

Gründung: 28. April 2013

Mitglieder: ca. 1.150 *

Vorsitz: Andreas Kalbitz

Die Abgeordnenten
im Landtag Brandenburg

Wofür steht die Partei?

Die Partei entstand aus der Kritik an der Europäischen Union und den Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Schulden- und Bankenkrise. Sie ist deshalb insbesondere in den ersten Monaten ihres Bestehens auch als Ein-Themen-Partei wahr genommen worden. Inzwischen hat sie ihre politisches Themenspektrum erweitert, wobei ihr dominantes Thema in der Öffentlichkeit gegenwärtig die Flüchtlingspolitik ist.

In ihrem Grundsatzprogramm bekennt sich die AfD zur direkte Demokratie, zur Gewaltenteilung und zur Rechtsstaatlichkeit sowie zur sozialen Marktwirtschaft, Föderalismus, Familienförderung. Als Leitprinzip der AfD kann der Erhalt der deutschen Kultur als Gegenstück zu einer multikulturellen Einwanderungsgesellschaft gelten.

Die AfD konnte mit ihrem Auftreten gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung bei Wählerinnen und Wählern aus allen politischen Lagern Stimmen sammeln, ist programmatisch aber eher dem liberal-konservativen Spektrum zuzuordnen.  Von Teilen der Wissenschaft wird sie zudem als rechtspopulistisch eingeordnet.

Im Programm zur Landtagswahl 2014 hatte der Landesverband die Vorhaben für die Legislaturperiode 2014 bis 2019 in Brandenburg formuliert. Ob sie dem brandenburgischen Praxistest standhalten, kann jeder selbst prüfen. 2014 zog die Partei in den Brandenburger Landtag ein.
 

Zur Geschichte der AfD

Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde 2013 vor dem Hintergrund der Eurokrise gegründet und trat von Anfang an mit einer Kritik am Krisenmanagement durch die politisch Verantwortlichen in Deutschland und Europa auf. Sie hat Landesverbände in allen 16 Bundesländern. Der Landesverband Brandenburg wurde am 28. April 2013 gegründet.

Die Einordnung der AfD in das Parteienspektrum ist aufgrund ihrer noch jungen Geschichte schwierig. Gerade zu Beginn ihrer Gründung wurde die Partei von Teilen der Politikwissenschaft als rechtspopulistisch bezeichnet.*

Zur Bundestagswahl 2013 trat die AfD erstmalig auf der politischen Bühne an. Mit 4,7 Prozent der Zweitstimmen scheiterte sie knapp an der Fünfprozenthürde, konnte aber in Brandenburg einen Stimmenanteil von 6,0 Prozent erzielen. Bei der Europawahl 2014 erreichte sie 7,1 % der Stimmen und konnte mit 7 Mitgliedern ins Europäische Parlament einziehen. In Brandenburg wählten sogar 8,5 % aller Wahlberechtigten die AfD. Bei den zeitgleich stattfindenden Kommunalwahlen erhielt die AfD 3,9 % der Stimmen (39 Sitze in den Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen). *

Seit 2014 ist die AfD im Landtag Brandenburg vertreten. 
 

Bundestagswahl 2017

Die Landesliste zum 19. Deutschen Bundestag*

  1. Dr. Alexander Gauland | Wahlkreis 63
  2. Roman Reusch
  3. René Springer | Wahlkreis 61
  4. Steffen Kotré
  5. Norbert Kleinwächter
  6. Dietmar Ertel | Wahlkreis 62
  7. Andreas Galau
  8. Daniel Frhr. von Lützow
  9. Hans-Stefan Edler
  10. Michael Limburg
  11. Wilko Möller
  12. Michael Nehls | Wahlkreis 56

Je höher die Position auf der Liste, umso wahrscheinlicher ist der Einzug in den Landtag. Listenkandidaten mit einem Wahlkreis hinter dem Namen kandidieren dort gleichzeitig. Mit einem Klick auf den Wahlkreis erhalten Sie einen Überblick über alle Wahlkreisbewerber.

 Landeszentrale, Juni 2014 (aktualisiert August 2017)

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Kommentare

Schon besser

Dieser Text über die AfD ist weitaus fairer und dem Anspruch einer Landeszentrale für Politische Bildung angemessener als frühere, die hier veröffentlicht wurden. Zumindest bekommen wir Bürger die Möglichkeit, uns mit dem programm der AfD ausienanderzustezen, ohne gleich mit Alarm-Vokabeln zugeschüttet zu werden. Der ebenso willkürliche wie unbelegte Hinweis auf angeblich "rechtspopulistische" Haltung langeweilt nur noch - so gesehen, sind "Die Linke" und die SPD eben linkspopulistisch und die Merkel-CDU populistisch, von der CSU mal ganz zu schweigen. Wenn "Populismus" bedeutet, Wählerwillen oder -stimmungen politisch aufzugreifen, wäre das ein selten sinnloser Vorwurf.
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rechtspopulistisch

Linkes ist hui und rechtens ist pfui. 120 Wirtschaftsprofessoren gründen eine Partei und nennen sie die Alternative für ... Denn Frau Merkel ist bekanntlich alternativlos. Dass die Wirtschaftsprofs aber rechtspopulistisch sind, hat nicht einmal Frau Merkel gesagt. Selbst wenn Herr Steinmeier (SPD) sich mit einem bekannten ukrainischen, frei zum Nazismus bekennenden Parteichef fotografieren läßt, ist das o.k. aber nicht rechtspopulistisch. Also meine Damen und Herren, woher kommt dieser Feindbild-Stempel "rechtspopulistisch" in Keulengröße? Frieden ist die Abwesenheit von Hetze! Nicht wahr? Putinversteher haben verstanden, dass dieser Mann nicht in links und rechts denkt sondern menschlich verbindend und das Gemeinsame stärkend. Dazu braucht man nur das Gemeinsame hervorheben und Ruhe bewahren. Nun ja. Wir kennen den Spruch: Teile und herrsche. Deshalb gibt es in Deutschland noch links und rechts und andere Diffamierung. Man will herrschen. Frau auch. "Gemeinsam sind wir stark" im Diffamieren und andere Völker mit Krieg Demokratisieren. Inzwischen nervt das die meisten. Mich auch. Ihre Artikel doch bitte mal mit einem Autor versehen. Oder scheuen die das Licht? Mein Name ist Axel =Alderon =Friedensbote Der innere Friede ist der wichtigste und sollte deshalb der größte sein. Danke für Ihre Toleranz mit einem Rechtspopulisten
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Sehr geehrter Gast, vielen

Sehr geehrter Gast,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Aussagen zur AfD sind in diesem Text mit Quellen versehen. Wenn Sie auf den * klicken, kommen Sie direkt zur Originalseite und finden dort auch den Namen des Autors/der Autorin, der/die für die jeweilige Aussage steht.

Mit freundlichen Grüßen, Ihre Landeszentrale

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