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Parteien in Deutschland

Die aktuelle Parteienlandschaft ist beständig und zugleich in Bewegung. Die Piratenpartei ist dabei wohl die spannendste Neuerscheinung in der bundesrepublikanischen Politik. Die Partei "Die Rechte" befindet sich hingegen noch im Prozess der Strukturierung.
Qual der Wahl

Die großen Parteien in Deutschland sind - von wenigen Ausnahmen wie etwa der SPD abgesehen - in den Anfangsjahren der Bundesrepublik oder später entstanden. Insofern handelt es sich historisch gesehen um eine noch junge  Parteienlandschaft. Doch hatten viele Parteien Vorläufer in der Weimarer Republik, bevor sie im Nationalsozialismus verboten wurden. In gewisser Weise lassen sich die lange dominierenden politischen Strömungen (z.B. konservativ, sozialistisch, liberal) sogar im Deutschen Kaiserreich entdecken.

Die aktuelle Parteienlandschaft wird durch wenige große, etablierte Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen) geprägt. Daneben gibt es zahlreiche kleinere und Kleinstparteien, die meist im Umfeld von Wahlen entstehen und dann ebenso schnell wieder verschwinden. Die Piratenpartei ist dabei die wohl spannendste Neuerscheinung in der bundesrepublikanischen Politik seit der Entstehung der Partei Die Grünen in den 1980-er Jahren. Hingegen befindet sich die neu gegründete Partei "Die Rechte" gerade im Prozess der bundesweiten Strukturierung.

Zahlen und Fakten

Wo liegen die Hochburgen der Parteien? Wer hat die meisten Senioren, Frauen oder junge Menschen als Mitglieder? Wer gibt wie viel für Wahlkämpfe aus? Diese und andere Fragen zur deutschen Parteienlandschaft beantworten 21 neue Infografiken auf bpb.de.

Ein Dossier zu den Kleinparteien findet sich auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung. Zu den bundespolitisch bedeutsamsten Parteien zählen CDU, SPD, FDP, DIE LINKE und B90/GRÜNE. Sie sind im Bundestag sowie in vielen Landtagen vertreten; die sogenannten Volksparteien SPD und CDU sogar in allen Landesparlamenten. Eine alphabetische Parteienliste gibt es auf den Internetseiten des Bundeswahlleiters.

Im Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik findet man ausführliche und parteiunabhängige Informationen zu Geschichte und politischer Ausrichtung der großen Parteien:

Parteien sind ein wichtiger und notwendiger Bestandteil moderner Demokratien. Sie sorgen für die Verbindung zwischen dem Staat und der Gesellschaft, indem sie die Interessen der Bürger vermitteln. Welche Partei dies am besten tut, kann jeder Bürger am Wahltag für sich entscheiden. Die Brandenburgische Landeszentrale unterstützt sie dabei mit Hintergrundinformationen und weiterführenden Linktipps.

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