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Was ist eine Partei?

Parteien gelten als Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft. Für das Funktionieren unserer Demokratie sind sie daher unerlässlich. Sie bündeln die Interessen verschiedener Wählergruppen und sind bereit, zur Durchsetzung politischer Ziele Regierungsverantwortung zu übernehmen.

Unter einer Partei versteht man eine auf Dauer angelegte Organisation, deren Mitglieder eine ähnliche politische Gesinnung haben, und deren Vorstellungen durch die Übernahme von Regierungsverantwortung in die Tat umgesetzt werden sollen. Zur Erlangung von politischer Macht stellen sich Parteien, die im übrigen einen besonderen Rechtsstatus besitzen, zur Wahl.
 

Warum gibt es Parteien?

Kompakt erklärt

Da man als Gruppe mehr bewegen kann als im Vergleich zum Einzelnen, schließen sich Bürger zu dieser Art von Vereinigung zusammen. Für das Funktionieren unserer Demokratie sind Parteien unerlässlich, da sie Interessen in der Gesellschaft bündeln und diese zusammen mit Lösungsvorschlägen für politische Probleme artikulieren. Die verschiedenen Programme und das jeweilige Personalangebot der Parteien sorgen für eine breite, aber auch einigermaßen überschaubare Auswahlmöglichkeit für die Wähler.

Parteien gelten als Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft. Zentrale Rolle der Parteien ist die Mitwirkung an der politischen Willensbildung. Diese schließt mit ein: Einfluss auf die öffentliche Meinung, Formulierung von politischen Zielen, Aufstellung von Kandidaten, die politische Information und Aktivierung der Bürger sowie Erläuterung staatlicher Entscheidungen und umgekehrt Herantragung von Meinungen in der Bevölkerung an die Staatsorgane.
 

Welche Rolle spielen Parteien in Deutschland?

Das politische System in Deutschland wird häufig auch als Parteiendemokratie bezeichnet. In einer Parteiendemokratie werden die wichtigsten Entscheidungen von politischen Parteien getroffen. Die Wählerinnen und Wähler nehmen an diesem Prozess indirekt teil. Mit ihrer Stimmabgabe entscheiden sie, wer mehrheitlich gewählt wird. Wer allerdings auf Bundes- oder Landesebene durch mehr als das Wählen-Gehen politisch mitbestimmen will, der muss sich parteilich engagieren, um eine reale Einflussmöglichkeit zu haben. Dabei steht es nach dem Grundgesetz jedem Bürger frei, eine Partei zu gründen, solange sich diese nicht die Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zum Ziel setzt.

Ausführlichere Informationen zu Funktionen, Stellung, Problemen usw. von Parteien findet man im Beitrag von Josef Schmid im Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik

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