Neue Formen

der politischen Teilhabe
Auf der Suche nach neuen Ideen

Während immer noch akribisch über die Einführung und Ausweitung von direktdemokratischen Mitteln gestritten wird, haben sich die Bürgerinnen und Bürger bereits andere Formen der politischen Teilhabe erschlossen.

Einige Methoden sind nicht neu, sondern werden schon seit vielen Jahren als aktives Instrument der politischen Teilhabe genutzt. Andere Möglichkeiten haben sich durch die Weiterentwicklungen der Technik ergeben.

Ein Grund für die Ausweitung der verschiedenen Möglichkeiten ergibt sich in der zunehmenden Differenzierung der Bürgerschaft. Alte Milieus lösen sich auf, Lebensstile ändern sich häufig bedingt durch Biografiebrüche und zunehmende Mobilität. Die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger sind vielfältiger und schwerer unter einen Hut zu bringen, als noch vor 30 Jahren. Sie haben sich pluralisiert, fragmentiert, ökonomisiert und sind zunehmend weniger verhandelbar geworden.1

Die Möglichkeiten des bürgerlichen Engagements spiegeln diese Entwicklung wieder.

 


1)   Vgl. Ritzi, Claudia; Schaal, Gary S.: "Politische Führung in der" Postdemokratie"". In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): Aus Politik und Zeitgeschichte. 2-3 2010. "Politische Führung". Bonn 2010 (S. 11).

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Bürgerinitiative organisiert Ideenwerkstatt zur Stadtentwicklung

Öffentliche Mitwirkungsmöglichkeiten für ein wichtiges städtebauliches Gebiet in der Landeshauptstadt Potsdam, dem Brauhausberg, hat es bis Anfang dieses Jahres nicht gegeben. In Besorgnis über die bekannt gewordenen Planungsabsichten haben sich im Januar 2011 engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Bürgerinitiative Pro-Brauhausberg zusammengeschlossen und später den gleichnamigen Verein gegründet. Deren wesentliche Ziele sind:

  1. Beförderung einer städtebaulich landschaftsbezogenen Entwicklung des Brauhausberges und seines Umfeldes
  2. Erhalt der im städtebaulichen Zusammenhang stehenden Bauten der Nachkriegsmoderne, des Terrassenrestaurants "Minsk" und der Schwimmhalle am Brauhausberg
  3. Beginn und Durchführung öffentlicher Mitwirkung zur städtebaulichen Entwicklung des Brauhausberges und seines Umfeldes

Die unterbleibende öffentlich geführte Diskussion, auch die bisherige Ausgrenzung der interessierten Bürgerinnen und Bürger ist nicht hinnehmbar, nicht mehr im 21. Jahrhundert. Deshalb ergreift der Pro-Brauhausberg e. V. die Initiative zur Durchführung einer teilnehmer- und ergebnisoffenen Ideenwerkstatt am 26. November 2011 im Humboldt-Gymnasium in der Heinrich-Mann-Allee 103 in 14473 Potsdam ganztägig ab 09:30 Uhr.

Die Ideenwerkstatt soll die Erwartungen und Wünsche der Öffentlichkeit, die städtebaulichen, landschaftsarchitektonischen, baukulturellen Erfordernisse und Ideen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Fachleuten zusammentragen und erörtern. Sie ist der Beginn einer öffentlich geführten Diskussion zur Gestaltung des Brauhausberges.

Der Pro-Brauhausberg e. V. setzt mit der Ideenwerkstatt das von der Landeshauptstadt beschlossene Konzept zur Bürgerkommune um. Im diesem Sinne wird das Ergebnis der Veranstaltung schriftlich dokumentiert.

Die Dokumentation der Ideenwerkstatt soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und darüber hinaus der Stadtverordnetenversammlung als Empfehlungskatalog vorgelegt werden. Die Ergebnisse werden als Grundlage für das weitere Engagement der Bürgerinitiative dienen.

Aus Respekt vor der baulichen und städtebaulichen Geschichte werden die mit den Planungen zum ehemaligen Terrassenrestaurant "Minsk", der Schwimmhalle und der Freiflächen am Brauhausberg Beauftragten eingeladen. Als Referenten werden in ihren Funktionen und Wirken für die Baukultur und Stadtentwicklung anerkannte Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner erwartet. Die teilnehmeroffene Ideenwerkstatt dient jedoch zuallererst allen intersssierten Einwohnerinnen und Einwohnern der Landeshauptstadt Potsdam. Sie alle sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen unter www.pro-brauhausberg.de

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Neue Formen der Partizipation

Guter Hinweis auf Ihrer Homepage. In den letzten Tagen debattierten wir über neue Formen der Partizipation auf dem Bundeskongress der politischen Bildung in Berlin.

http://www.bundeskongress-partizipation.de/wiki/index.php/Sektion_9:_Urbaner_Raum_-_Keimzelle_neuer_Partizipationsformen%3F

Sie liefern noch einmal den Hintergrund. Danke dafür.

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