Die drei Mitglieder der Terrorzelle

Die beiden mutmaßlichen Haupttäter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sind tot. Die einzige Überlebende und wichtigste Zeugin des NSU Beate Zschäpe schweigt bisher. Das Trio stammt aus Jena. Sie sind dort aufgewachsen und haben ihre politische Sozialisation seit Anfang der 90er Jahre in der dortigen Neonaziszene erfahren. Gemeinsam waren sie in der „Kameradschaft Jena“ aktiv, zu der im Kern ca. acht Personen zählten.

Die Kameradschaft wurde ab 1996 Teil des „Thüringer Heimatschutz“, THS, ein landesweiter Dachverband militanter Kameradschaften, dem Ende der 90er Jahre bis zu 170 Mitglieder zugerechnet wurden. Nach dem Untertauchen des Trios im Januar 1998 stammten aus diesem Umfeld offenbar die ersten Unterstützer. Verbindungen bestanden darüber hinaus zur Blood & Honour Organisation und zu Gliederungen der NPD.


Uwe Böhnhardt

(1.10.1977 bis 4.11.2011) hatte keinen Schulabschluss und keine Berufsausbildung. Er jobbte gelegentlich als Bauhilfsarbeiter. Böhnhardt wird als Waffennarr und Mann fürs Grobe bezeichnet, schnell, wenn es ums Zuschlagen ging. Er wird als gewalttätiger, mit einem Dolch bewaffneter  Straßenkämpfer und Kampfsportler, der Waffen liebte, geschildert.

Dies wird aus seinen Vorstrafen ersichtlich. Er war kaum 16 Jahre alt, als ihn das Kreisgericht Jena 1993 wegen Diebstahls, Fahrens ohne Führerschein, Kennzeichnungsmissbrauchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Jugendstrafe verurteilte. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. 1996 wurde gegen ihn erneut ermittelt, weil er eine Puppe mit Davidstern, dem Wort „Jude“ und der Aufschrift „Vorsicht Bombe“ an einer Brücke aufgehängt haben sollte. Die Puppe war durch Elektrokabel mit zwei Bombenattrappen verbunden.

Im Oktober 1997 wurde er wegen fortgesetzten Diebstahls, Erpressung, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung, unter Einbeziehung früherer Urteile, zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Über den Vorwurf, die Puppe befestigt zu haben, hatte sich das Gericht nicht ausreichend Klarheit verschaffen können. Das Urteil wurde im Dezember 1997 rechtskräftig. Er sollte seine Strafe Anfang 1998 antreten. Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde er außerdem zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte ein Waffenlager mit Messern, Luftgewehr, Schreckschusspistole, Wurfsterne im Auto mitgeführt.

 

Uwe Mundlos

(11.8.1973 bis 4.11.2011), gilt als der klügere Kopf, er soll über Computerkenntnisse verfügt haben, die er zur Herstellung des Bekennervideos nutzte. Wenn es um Schlägereien und Provokationen ging, dann seien beide dabei gewesen. Provokationen sind Situationen mit ungewissem Ausgang, die Spannung aufbauen und locken, mitten drin zu sein (sensation-seeking). Man erhält die Aufmerksamkeit Fremder und die Anerkennung der Peer-Group. Mundlos war 22 Jahre alt, als er 1995 vom Amtsgericht Chemnitz zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil bei ihm Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gefunden worden waren. Mundlos entschied sich dafür, seine Fähigkeiten für die kriminelle Sache einzusetzen.

Der Jenaer Jugendpfarrer Lothar König, der die Drei in den haltlosen Jahren nach der „Wende“ kennen lernte, hat sie in mehreren Interviews geschildert. Böhnhardt sei ein Mitläufertyp gewesen, der Handlanger von Mundlos. Beate Zschäpe habe eine harmlose und freundliche Fassade gezeigt, dahinter aber war sie aggressiv und extrem rechts.

Sie hatten aus verschiedenen Gründen die Anbindung an ihre Familien noch nicht ganz verloren. Alle drei wohnten noch bei ihren Eltern. Aber die  neonazistische Gemeinschaft im Club und auf der Straße wurde ihre neue Lebensform.

Von den Nachbarn in Zwickau werden die beiden Männer meist zusammen gesehen und als wortkarg geschildert. Während Frau Zschäpe sich unbeschwert mit den Mietern traf, vor allem mit den Nachbarinnen lebhaft plauderte und mit deren Kindern spielte, hätten die Männer nur freundlich gegrüßt und keine Gespräche begonnen. Sie werden als sportlich geschildert, die häufig zusammen mit dem Fahrrad unterwegs waren und beim Joggen beobachtet wurden - um für ihre Raubzüge total fit zu sein? (Berliner Zeitung vom 6.2.2012) 

Zum zeitlichen Ablauf und den Einzelheiten vgl. die protokollierten Aussagen der Behördenleiter in der 58. Sitzung des Innenausschusses des Bundestages am 21.11.2011, hier S. 8f. und den Artikel von Claus Peter Müller, Zu spät, in der FAZ vom 4.2.2012

Beide Uwes waren Außenseiter, der eine hatte keine Berufsaufbildung, der andere hatte sein Abitur nicht in der regulären Schulzeit geschafft, so wie sein akademisch gebildeter Vater, Professor für Informatik an einer Fachhochschule, es von ihm erwartete. Seinen Anlauf, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen, brach er ab. Mitschüler berichten davon, dass auf seinem Schreibtisch ein selbst gemaltes Porträt von Rudolf Heß gestanden habe. 


Beate Zschäpe

(2.1.1975), gelernte Gärtnerin, kam unter dem Namen Apel zur Welt. Ihre Mutter heiratete erneut und nahm den Namen Zschäpe an. Als Kind war ihre wichtigste Bezugsperson die Großmutter. Sie war 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal beim Klauen und Schwarzfahren erwischt wurde. Bis 1995 wurde sie mehrmals verurteilt, u. a. zu Arbeitsstunden wegen Körperverletzung. Sie hatte einem Mädchen der linken Szene brutal auf die Hand getreten.

Aus Sicht der Ermittler war Zschäpe von Beginn an die treue Frau an der Seite der Killer. Sie sei rassistisch wie ihre Männer, sie billige Gewalt, sei aber nach jetzigem Wissenstand selbst nicht gewalttätig geworden.
In der angemieteten Garage in Jena, in der Mundlos und Böhnhardt Ende 1997 Rohrbomben bauten, wurden Zigarettenreste gefunden, die von Zschäpe stammen. Außerdem fanden die Ermittler in ihrer Jenaer Wohnung das antisemitische Machwerk „Pogromly“, ein Monopoly für Neonazis. Die Spieler haben den „heiligen Gruß Heil Hitler“ zu entbieten, damit der Unterschied zwischen Herren und Untermenschen deutlich wird (FAS 4.12.2011, S. 5). Als Mitwisserin wird sie schwer belastet, da sie dabei gewesen war, als der Kurier Holger Gerlach eine Waffe lieferte und die Männer vor ihren Augen die Pistole durchluden.

Nachdem sie sich am 8.11.2011 der Polizei in Jena gestellt hatte, machte sie einige verwertbare Aussagen (vgl. Focus 23.1.2012, S. 22-28). Nach Schule und Ausbildung zur Gärtnerin hatte sie zuerst eine Beziehung mit Uwe Mundlos und dann mit Uwe Böhnhardt. Bei ihrer Festnahme sagte sie aus, seit dem Untertauchen seien die beiden Männer ihre Familie gewesen. Über Böhnhardt und Mundlos wolle sie nichts Schlechtes sagen.

Ausschnitt aus dem Fahndungsplakat des Bundeskriminalamtes

Über die Beziehungen des Trios im Untergrund, über die Rollen- und Arbeitsteilung innerhalb der Gruppe weiß man noch nichts Genaues. Wie waren die Beziehungen der Männer zueinander und zwischen den Männern und der Frau? Was gab dieser Dreierbeziehung über den langen Zeitraum im Untergrund solche Stabilität? Benötigten sie keine Distanz um sich zu ertragen?

Folgte die Frau der traditionellen Rollenverteilung und führte den Männern den Haushalt? Versorgte sie die Katzen, während die Männer das Haus verließen, um zu rauben und zu morden und mit Beute und Trophäen zurück kamen? Anscheinend organisierte sie den Alltag, verwaltete die Finanzen, beschaffte Wohnungen, hielt in Zwickau über den dreijährigen Mietzeitraum eine sozial angepasste Fassade aufrecht, pflegte Kontakte zur Außenwelt, die über bloße Gruß-Begegnungen mit den Nachbarn hinausgingen.

Nach Aussagen von Anwohnern soll sie einmal in der Woche Kinder beaufsichtigt haben. Es fand sich Spielzeug in der Wohnung. Ihre Haushaltsführung erstreckte sich weiter auf das Sammeln und die Ablage von Belegen des täglichen Lebens. Für den geplanten Sommerurlaub 2012 auf der Insel Fehmarn hatte sie bereits einen Campingplatz reserviert.

Beim Einzug in die Wohnung Frühlingsstraße in Zwickau im Herbst 2008 stellte sich Zschäpe unter falschen Namen vor, nannte sich „Liese“ und soll erklärt haben, einer der Männer sei ihr Freund, der andere ihr Bruder. Ebenso verbreitete sie eine Legende über die angebliche Berufstätigkeit der Männer, die sie häufig zur Abwesenheit zwängen.

Ihre Kaltblütigkeit und Geistesgegenwärtigkeit wird in einer Begegnung mit der Polizei im Januar 2007 deutlich. Damals klingelte die Beamten an ihrer Wohnungstür in der Zwickauer Polenzstraße, um die Mieterin über einen Wasserschaden im Stockwerk darüber zu befragen. Zschäpe ließ die Polizisten nicht in die Wohnung eintreten und wurde daraufhin zur Befragung auf das Revier bestellt. „Dienelt“ stand an der Wohnungstür. Tatsächlich erschien sie Tage später unter ihrem Aliasnamen Susann E. auf der Dienststelle zur Vernehmung. Dabei habe sich die Zeugin einige Male in Widersprüche verwickelt, allerdings seien die Beamten nicht stutzig geworden (vgl. Der Spiegel 5/2012 vom 30.1.2012, S. 13).

Wie sah ihre emotionale, moralische und ideologische Unterstützung aus, wie schaffte sie es jahrelang mit zwei kaltblütigen Serienmördern zusammenzuleben? Ist sie ungerührt geblieben? Hat sie Mut zugesprochen, die Moral gestärkt, Trost gespendet? Hat sie Skrupel geäußert oder war sie die anfeuernde Kampfmaschine für ihre beiden Krieger? Ersichtlich ist, sie hat die wichtige Aufgabe für den Aufbau und die Aufrechterhaltung der sozialen Tarnung übernommen. Ihre Rolle war gewiss nicht nur eine dienende.

Von Zschäpe wird bekannt, dass sie mehrmals Kontakt zu Rechtsanwälten suchte. Vermutlich spielte sie mit den Gedanken, die Illegalität zu verlassen. Hatte sie einen krisenhaften Reflexionsprozess über ihre eigene Biographie durchlaufen oder war sie durch negative Erlebnisse im Alltag der Gruppe irritiert und suchte für sich nach einem Ausweg? Möglich ist auch, dass sie zunehmend eine kritische Haltung zu ihrem bisherigen Leben im Verborgenen einnahm, weil traditionelle Lebensziele wie Familiengründung oder Mutterschaft für sie an Bedeutung gewannen.

Zu bedenken ist auch der alters- und lebensphasenbedingte Reifungsprozess, der zum Ablegen von devianten – in diesem Fall speziell rechtsterroristischen – Handlungsorientierungen führen kann. Anscheinend war sie allein zu einer Änderung nicht in der Lage, zu tief war sie in die Verbrechen verstrickt.

Letztlich konnte sie sich nicht aus dem moralischen Abgrund befreien, der in die Selbstzerstörung führte. Als letzten Ausweg aus dieser Sackgasse wählten die beiden Männer den Selbstmord. Für sie zählte das Selbstopfer. Die Phrase „Sieg oder Tod“ missriet ihnen zur Letztbegründung.

Bei ihrer Festnahme zeigte sich Zschäpe erleichtert, dass nun alles vorbei war. Ihr sei immer klar gewesen, dass sie und ihre Freunde irgendwann auffallen würden. Das Leben im Untergrund sei eine Belastung gewesen. Es sei ihr unmöglich gewesen, echte Freundschaften zu schließen. Sie habe sich nach ihrer Mutter und Großmutter gesehnt. Infolge von Stress und Nervenanspannung in der Illegalität habe sie unter Schlafstörungen gelitten. Jetzt, da die Flucht beendet sei, könne sie wieder ruhiger schlafen. Sie steht vor einem Scherbenhaufen. Auf ihrer viertägigen Flucht trägt sie sich mit Suizidgedanken, entscheidet sich dann aber dafür aufzugeben.

Bevor sie sich der Polizei stellte, erfüllte sie den letzten Wunsch der beiden Toten Mundlos und Böhnhardt und verschickte die Bekenner-DVDs des NSU. Auf dem 15-minütigen Bekenner-Video nennt sich die Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ und „NSU“. Laut Pressemeldungen sollen sich auf dem Film Bilder der Opfer befinden, die von den Neonazis selbst an den Tatorten aufgenommen wurden, versehen mit der Aufschrift „Original“.

Die infantile Paulchen-Panther-DVD verbreitet ungehemmt in einer Mischung aus Pop-Elementen, Swing-Musik, Rassismus und mordlustiger Albernheit weitere Gewalt- und Tötungsfantasien. Zum Grundsatz ihrer „Deutschlandtour“ wählten sie die Maxime: „Taten statt Worte“.

Brauner Terror - Blinder Staat:
Eine Frontal21-Dokumentation zeichnet das Leben und die Taten der NSU-Terroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt nach - und belegt das Versagen von Verfassungsschutz und Polizei.

Die drei handelten gemäß den Regeln der rechtsextremen Szene konform. So nahmen sie mehrmals an überregionalen Aufmärschen teil, erhielten im November 1996 ein Hausverbot in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar weil sie in SA-ähnlichen Uniformen erschienen waren und beteiligen sich an einer Solidaritätsaktion für den Auschwitzleugner und verurteilten Rechtsterroristen Manfred Roeder (Jg. 1929).

Die „Deutschen Aktionsgruppen“ des Manfred Roeders zündeten 1980 in Hamburg ein Asylbewerberheim an. Dabei starben zwei Vietnamesen. 1996 stand Roeder erneut vor Gericht, weil er einen Farbanschlag auf die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ in Erfurt durchgeführt hatte. Bereits in 1982 war Roeder in Hamburg wegen Rädelsführerschaft einer terroristischen Vereinigung zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er wollte seinen politischen Kampf nicht aufgeben und ging in den Untergrund. Für diese Konsequenz gilt Roeder als Rollenvorbild. Von der militanten Szene wird der Rechtsterrorist zum Helden gemacht, weil er seine Gesinnung durch die Tat beglaubigte.
 
Bei ihrem Treiben stand die  Kameradschaft Jena und der Thüringer Heimatschutz unter Beobachtung durch die Antifa, die Polizei und den Thüringer Verfassungsschutz. Im Herbst 1997 wurden in Jena zwei Bombenattrappen abgelegt, eine davon vor dem Theater, ein roter Koffer, bemalt mit Hakenkreuzen auf weißem Grund, mit brisantem Inhalt: zehn Gramm TNT; die andere: eine Sprengladung ohne Zünder vor der Gedenkstätte für den antifaschistischen Widerstand auf dem Nordfriedhof.

Die drei wurden vom Thüringer Verfassungsschutz observiert und machten sich durch den Ankauf von gefährlichen Substanzen verdächtig. Vom Verfassungsschutz vertraulich unterrichtet erwirkte das LKA Thüringen einen Durchsuchungsbeschluss für drei Wohnungen und zwei Garagen.
Die Durchsuchung erfolgte am 26.1.1998. In der ersten Garage bei Böhnhardts Eltern in Jena entdeckte man nichts Außergewöhnliches. Uwe Böhnhardt stieg in sein Auto und machte sich aus dem Staub. Zu diesem Zeitpunkt wusste außer ihm noch niemand, dass die Polizei gleich Sprengstoff finden würde. In einer zweiten Garage „An der Kläranlage“ stellten die Beamten vier Rohrbomben und 1,4 kg Sprengstoff sicher, außerdem Propagandamaterial und eine Diskette mit der Textdatei „Alidrecksau wir hassen dich“.

Die Nutzer der Garage Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe und Uwe Mundlos können für 13 Jahre untertauchen. Sie werden von nun an per Haftbefehl, auch international, wegen Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens gesucht.

Das Trio beginnt ein Leben im Untergrund und eine beispiellose, über sechs Jahre anhaltende Mordserie an neun türkischen bzw. griechischen Kleinunternehmern in Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund, Kassel, und an einer Polizistin in Heilbronn. Die neun Opfer wurden jeweils durch Kopfschüsse aus der gleichen Waffe, einer tschechischen Ceska-Pistole, gezielt hingerichtet. Die immer gleiche Waffe stellt den Zusammenhang zwischen den neun Morden her. Die Flucht endet erst am 4.11.2011 mit dem Tod von Böhnhardt und Mundlos und am 8.11.2011, als sich Zschäpe der Polizei in Jena stellt. Damit haben sie eine einmalige Karriere vom jugendlichen Außenseiter und Rowdy zum rechtsterroristischen Herrenmenschen, der Macht über Leben und Tod ausübt, beendet.
 

Rainer Erb, Februar 2012

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Kommentare

Herrenmenschen

NSU steht  vermutlich für National Sozialistische Untermenschen.

Erschreckend ist, wie unfähig sich die Polizei wieder mal anstellte. Und jetzt noch dieser Showprozess, bei dem der  Rumänin  Tschäppe wohl höchstens ein paar Jahre Unterkunft  im "Knast" drohen. Dafür darf sie aber noch 2 Jahre mit ihren Nazi Anwälten in den Wunden der Opfer herumstochern....

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Rechtsstaat

Für die Opfer schwer erträglich. Aber für die Öffentlichkeit,  ein Kennenlernen  der Strafprozessordnung. So ist das nun einmal im Rechtsstaat.: den Angeklagten muss die Schuld und die Straftat nachgewiesen werden. Das unterscheidet uns von Willkürstaaten. Auch wenn es uns emotional nicht gefällt, wir müssen es ertragen, um der rechtsstaatlichen Verfasstheit unserer Gesellschaft willen.

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Das ganze Verfahren wird nur

Das ganze Verfahren wird nur leider überhaupt nichts bringen, ausser gute Werbung und Anwerbung für die Nazis.  Wir wissen ja, wie bei den Nazis Prozesse geführt wurden ( Richter Freisler) und eine Zschäppe hätte es verdient, vor so ein Gericht gestellt zu werden .  Schliesslich entspricht das ihrem Ideal einer Gesellschaft und billiger wäre es allemal.

Die Kosten für diesen Prozess werden in die Millionen laufen und am Ende wird man sagen müssen, dass der ganze Mist umsonst war. Vermutlich werden die  Nazis das ganze sogar noch als Sieg feiern...

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Gegner des Rechtsstaates

werden in einem Rechtsstaat trotz ihrer  Gegenerschaft nach dem Maßstäben des Rechtsstaates behandelt. Das macht unsere Stärke aus. Keiner will eine "Gerichtsbarkeit" a la Freisler zurück haben. Es gilt die Gleichheit vor dem Gesetz auch hier.

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Nazi Prozess

Natürlich haben Sie recht.... Der Prozess hat ja begonnen und die Nazi Anwälte geben gleich den Tarif durch: Anträge über Anträge.... unter anderem lautet ein Antrag das Kruzifix aus dem Saal zu entfernen, da Nazis bekanntermassen nicht an Gott glauben.  Die machen sich einen riesen-Spass aus der Sache. Ja, wir verstehen es wirklich uns lächerlich zu machen. Das witzigste find ich jedoch, dass ja Nazis eigentlich an eine grösse Verschwörungstheorie glauben, in der die Nazis ja gar nie etwas verbrochen haben sondern alle Verbrechen  des 2. Weltkrieges von den Amis  und Russen verübt wurden. Und heute sind wir als Hüter dieses nach dem 2. Weltkrieg eingeführten Regimes nicht mal mehr fähig,  eine solche Tussy wie die Zschäppe einfach zu entsorgen... Nein, wir veranstalten  lieber ein solches Resentheater.

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