Leichte Sprache
Tagung mit Vereinen der Politischen Bildung
11. Februar 2016, 10.00 Uhr

Politische Bildung zwischen gesellschaftlicher Herausforderung und Verunsicherung

Rechtsextremistischen und rechtspopulistischen Positionen entgegentreten
Laptop Trägertagung: rechten Positionen entgegentreten. Foto: Martina Schellhorn

Was in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird, muss auch so in der politischen Bildung abgebildet werden. Das Kontroversitätsprinzip gehört zu den grundlegenden Prinzipien der politischen Bildung. Doch wie reagiert man auf Teilnehmer, die antidemokratische Positionen vertreten und gegensätzliche Meinungen nicht als Dialogangebot verstehen?

Welche praktischen Handlungsempfehlungen gibt es, um die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen und rechtspopulistischen Positionen erkenntnisleitend zu moderieren? Gibt es Grenzen des Kontroversitätsprinzips?

Gäste:

Die Tagung gibt freien Trägern und Vereinen der politischen Bildung Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und mit den beiden Referenten zu diskutieren. Andreas Stäbe und Martin Ziegenhagen arbeiten als Argumentationstrainer gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Der erste Teil der Tagung von 10.00-12.30 Uhr ist öffentlich. Der Nachmittag steht für die Beratung freier Träger zur Verfügung. 

In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft für politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg e.V. (LAG)

Bildergalerie
9:30 Uhr: die Technik steht.
Argumentationstrainer Till Stromeyer im Vorgespräch mit Jana Wuestenhagen
Martina Weyrauch: "Die politische Kultur in Deutschland und Europa hat sich mit der Flüchtlingsdebatte merklich verändert, das Thema der Tagung ist daher hochaktuell." (Mitte: Till Stromeyer, daneben Martin Ziegenhagen)
Michael Jahn, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft für politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg (LAG) warb um eine intensivere Vernetzung der Akteure.
Tipp für die Argumentation gegen rechts: Jeder hat die Wahl zwischen verschiedenen Handlungsoptionen. Werde man mit rechtspopulistischen oder rechtsextremistischen Positionen konfrontiert, könne man diese ignorieren, sich entscheiden, später zu handeln oder sofort einschreiten.
Immer offen für ein Gespräch: Martina Weyrauch, Leiterin der Landeszentrale
Auseinandersetzung mit antidemokratischen Positionen: Das Kontroversitätsprinzip in der politischen Bildung kennt keine Grenzen, aber es ist wichtig klare Regeln für die Debatte aufzustellen.
Netzwerken in der Pause - ein wichtiger Bestandteil aller Tagungen
Schreiben ist Silber, zuhören ist Gold.
Bereit für Fragen aus dem Publikum: Jana Wuestenhagen, Till Stromeyer, Martin Ziegenhagen (v.l.n.r.)
Wie argumentiert man richtig gegen rechts? Eine gute Vorbereitung ist unabdingbar. Aber: „Es gibt Situationen, da hilft selbst die faktische Wahrheit nicht mehr.“ (Martin Ziegenhagen)
Die aktuelle Ausstellung in der Landeszentrale "Wendekinder II" kann ab 18. April als Wanderausstellung kostenlos ausgeliehen werden. Viele Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich die Bilder vor Ort anzuschauen.
Stets eine wichtige Frage auf der Trägertagung: Wann kann ich meinen Förderantrag bei der Landsezentrale stellen? Mindestens 8 Wochen vor dem Beginn des Vorhabens.
Schattentheater? Die lebhafte Diskussion auf der Tagung ließ es nicht dazu kommen.
Engagierte Akteur_innen machen Brandenburg lebens- und liebenswerter.
Als Download verfügbar: 
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Kommentare

Danke, Landeszentrale!

In diesen Tagen sind wir sehr oft, nicht nur Kontroversen, sondern auch feindlichen Anwürfen ausgesetzt. Deshalb hat die Trägertagung gut getan. Sie hat viele Anregungen für die Arbeit gegeben, aber auch Mut gemacht. Mut, weil jeder von uns sehen konnte: Wir sind nicht allein, wir haben Mitstreitende. Mut auch deshalb, weil Ihr, Kolleginnen der Landeszentrale mit Engagement und Leidenschaft bei der Sache seid. Dafür einfach mal DANKE!
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Trägertagung 2016

Allen Interessierten, die nicht zur Trägertagung 2016 in die Landeszentrale kommen konnten,sei der Tagungsbericht empfohlen. Sicher auch für Tagungsteilnehmer interessant, wichtige Punkte der Diskussion noch einmal nachzulesen. Die Bildergalerie gibt einen Eindruck von der angeregten Debattenstimmung am 11. Februar.

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