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Tagung
20. Mai 2017, 9.00 Uhr - 18.00 Uhr

Wie populär ist rechts?

Umgang mit Rechtspopulismus in der Brandenburger Politik und Gesellschaft

In den letzten Jahren ist der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen eine der prägendsten politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Le Pen, Wilders, Petry - in ganz Europa sagen Rechtspopulist/innen vermeintlichen Eliten, Geflüchteten, der EU, der Gleichstellung und besonders dem Islam den Kampf an. Die Rückkehr zu einer autoritären und konservativen Gesellschaftsordnung wird als Lösung für soziale und politische Probleme dargestellt. Dabei instrumentalisieren sie geschickt Ängste und abwertende Einstellungen in der Gesellschaft für Ihre politischen Ziele. Mobilisiert werden Hass und die Abwertung oft über Soziale Medien und Netzwerke, während gleichzeitig Journalist/innen und die Presse zu neuen Feindbildern stilisiert werden.

Nach dem Einzug der AfD in Landtage und Kommunalparlamente stellt sich im Hinblick auf die Bundestagswahlen die Frage, wie Politik und Gesellschaft mit rechtspopulistischen Akteuren umgehen sollen? Welche Alternativen können den vermeintlich einfachen Lösungen von Rechtspopulist/innen entgegengehalten werden? Die Tagung analysiert zum einen die Strategien des Rechtspopulismus und zeigt zum anderen, wie sich diese auf die Gesellschaft auswirken. Wie schüren Rechtspopulist/innen Islamhass und Antifeminismus? Wie sind Forderungen nach direkter Demokratie einzuordnen? Welche Rolle spielen Medien und Soziale Netzwerke für den Rechtspopulismus? Im Fokus der Diskussion stehen besonders auch die Umgangs- und Handlungsmöglichkeiten in der politischen und gesellschaftlichen Praxis in Brandenburg.

Die Tagung richtet sich an Interessierte, Politiker/innen, engagierte Menschen und Multiplikator/innen aus der Zivilgesellschaft.

Programm (vorläufig):

9 Uhr - Anmeldung                      

9:45 Uhr - Begrüßung
Inka Thunecke/ HBS Brandenburg

Vorträge + Diskussion

10 Uhr - Rechtspopulismus verstehen. Erscheinungsformen - Themen - Merkmale      
Prof. Dr. Karin Priester / Universität Münster   

11 Uhr - Die Neue Rechte - Populismus als (Modernisierungs-) Strategie der extremen Rechten
Prof. Dr. Christoph Kopke / HWR Berlin

12 Uhr - Rechtspopulismus und Medien
PD Dr. Paula Diehl / Universität Bielefeld

12:45 Uhr - Mittagspause

13:45 Uhr - Vertiefung + Diskussion - Block I
Funktionsweisen und Themen des Rechtspopulismus  - Wie können wir dem begegnen?

1. Modernisierungsverlierer- Ängste und Unzufriedenheit als Voraussetzung für populistische Mobilisierung? 
Dr. Oliver Decker (angefragt) / Universität Leipzig

2. Retter des Abendlandes? Ausbreitung von antimuslimischem Rassismus
Ozan Keskinkilic / Alice-Salomon-Hochschule Berlin

Die Themen 1. und 2. finden zeitgleich statt.

15:00 Uhr - Vertiefung und Diskussion - Block II
Funktionsweisen und Themen des Rechtspopulismus  - Wie können wir dem begegnen?

3. Ungewollte Partnerschaften? Direkte Demokratie als Forderung des Rechtspopulismus
Oliver Wiedmann / Mehr Demokratie e.V.

4. Feminismus und Gleichstellung als Feindbild im Rechtspopulismus
Andreas Kemper / Publizist und Soziologe

Die Themen 3. und 4. finden zeitgleich statt.

16:00 Uhr - Kaffeepause                                                                                   

16:30 Uhr - Abschlussdiskussion

Wie können wir Rechtspopulismus in Brandenburg die Stirn bieten?

Moderation: 
Dena Kelishadi  / rbb Inforadio/Deutschlandradio
Gäste:
Anna Spangenberg / Aktionsbündnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
Ursula Nonnenmacher / MdL Brandenburg
Karolin Schwarz / Social-Media-Redakteurin, Gründerin Hoaxmap.org
Hadija Haruna-Oelker/ Journalistin, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes CUCHA - Cultural Challenges. Fairness und Verantwortung in unseren Kommunen“ der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg in Kooperation mit dem Bürgerbündnis Angermünde für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt statt und wird mit Mitteln aus den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Für die Verpflegung wird vor Ort ein Unkostenbeitrag von 15 Euro erhoben.
Anmeldungen bitte an: anmeldung@boell-brandenburg.de

Für Aktualisierungen im Programm besuchen Sie unsere Internetseite: www.boell-brandenburg.de

Wenn Sie für die Tagung eine (Flüster-)Übersetzung benötigen, setzen Sie sich bitte vorher rechtzeitig mit uns in Verbindung.

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