Krieg in der Ukraine

Wo kann ich mich über die aktuellen Entwicklungen informieren? Woher bekomme ich Hintergrundwissen und wie kann ich den Menschen aus der Ukraine helfen?

Friedensdemonstration für die Ukraine in Berlin. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ukraine_solidarity_protest_Berlin_2022-02-22_136.jpg

Leichte Sprache: Krieg in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 begann die Russische Föderation auf Befehl von Wladimir Putin einen Angriffskrieg gegen die  Ukraine. Die Ukraine war ein Teil der Sowjetunion und wurde 1991 nach deren Zerfall und Ende unabhängig. Über 5,6 Millionen Menschen sind bis Juli aus dem Land geflüchtet. Sofort ist auch in Brandenburg eine große Welle der Solidarität entstanden. Die Landesregierung gibt auf ihrer Seite einen Überblick über aktuelle Informationen des Landes, Hilfsangebote und Anlaufstellen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport informiert über aktuelle Entwicklungen in den Schulen.

Brandenburg hilft

Auch auf der Seite “Brandenburg hilft” werden Initiativen und Anlaufstellen sichtbar gemacht. Mit dem Online-Hilfe-Portal HelpTo gibt es zudem eine Plattform zur Vermittlung von Sachspenden, Unterkünften, Spendenaktionen und ehrenamtlichem Engagement.

Hintergrundwissen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen. In seinen Erklärungen dazu stellte er historische Tatsachen falsch oder so stark verkürzt dar, dass der Zusammenhang, in den sie einzuordnen wären, verloren geht. Wer einen verlässlich recherchierten Einstieg in die Geschichte der Sowjetunion von der Gründung bis zu ihrem Ende 1991 sucht, findet in den beiden Informationsheften der Bundeszentrale für politische Bildung eine gute Anlaufstelle. Die Hefte Sowjetunion I: 1917-1953 und Sowjetunion II: 1953-1991 sind in unserem Buchshop zu bestellen oder können online gelesen werden.

Zwei Hefte aus der Reihe "Informationen zur politischen Bildung" zum Thema "Sowjetunion".
© BLPB

Aktuell informiert das Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): euro|topics - der tägliche Blick in Europas Presse. Auch eine sicherheitspolitische Presseschau sowie ein Dossier über die deutsche Verteidigungspolitik gibt es bei der bpb. 

Einen Liveblog über den Krieg in der Ukraine schreibt Tagesschau.de. 

Nach Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine geht den Angreifern das Personal aus. Wurden die Lücken in der Invasionsarmee lange durch Söldner, Zwangsrekrutierte in besetzten Gebieten und zuletzt auch Gefängnisinsassen gefüllt, hat Wladimir Putin nun eine Teilmobilmachung angekündigt.

Russland: Putins Rede zur Teilmobilmachung im Wortlaut 
(ZEIT ONLINE, 21.09.22)

Lesetipp

Die Bewertung des Krieges in der Ukraine durch die Vereinten Nationen zeigt ein klares Bild darüber, dass die russische Aggression von der Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder verurteilt wird. Sie zeigt jedoch ebenso deutlich, dass es nicht gelungen ist, eine völkerrechtlich bindende gemeinsame Erklärung zu verabschieden. So verurteilte die Vollversammlung der Vereinten Nationen zwar symbolisch den russischen Einmarsch in die Ukraine und forderte ein Ende der Aggression: 141 Mitgliedstaaten stimmten für eine entsprechende Resolution, 35 Länder enthielten sich, darunter China. Fünf lehnten den Beschluss ab, darunter Russland und Syrien. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, dessen Resolutionen völkerrechtlich bedeutsam sind, brachte jedoch keine gemeinsame Erklärung zustande. 

Russland verfügt über Atomwaffen. In den Erklärungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die er vor dem Einmarsch in die Ukraine abgab, schwang die Drohung eines Einsatzes dieser Waffen unverhohlen mit. Sollte dies geschehen und sollten andere Atommächte, darunter die USA, darauf ebenfalls mit Atomwaffen reagieren, dann könnte sich aus dem Angriffskrieg ein Atomkrieg entwickeln. Der Einsatz anderer Waffen könnte zu einem bakteriologischen oder chemischen oder Cyberkrieg führen. Bislang ist der Krieg in der Ukraine regional begrenzt. Gekämpft wird auf dem Land, in der Luft und auf dem Schwarzen Meer auch zur See.

Wegen der Gefahr der Selbstvernichtung der Welt durch nukleare Waffen gelten Kriege in der internationalen Friedens- und Kriegsforschung nicht mehr als politisches Mittel zur Lösung von Konflikten. Es geht vielmehr darum, weltweite Strukturen und Mechanismen zu schaffen, die Frieden ermöglichen.

Materialien für den Unterricht

Unterstützung für Lehrkräfte und Schulen
Informationen des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Materialien und Links für den Unterricht
Bildungsserver Berlin-Brandenburg

Was geht?
Online-Broschüre der bpb für Jugendliche zum Krieg von Russland gegen die Ukraine

Informationen für Schülerinnen und Schüler
HanisauLand bietet Informationen für Schülerinnen und Schüler und eignet sich für den Einsatz im Unterricht.

Veranstaltungstipp

Veranstaltungstipp

Falschinformationen und Gerüchte

International verbreiten sich in Sozialen Netzwerken Gerüchte und fragwürdige Informationen zum Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Was dahinter steckt, und welche Behauptungen auch in Deutschland kursieren, dokumentiert das Recherchezentrum CORREKTIV hier.

Erst denken, dann teilen - so auch die Botschaft vom Faktenfinderteam der Tagesschau. Worauf ist zu achten, um nicht auf mögliche Desinformationen hereinzufallen? Was Fake-News sind und wie man ihnen begegnet, steht kompakt erklärt in unserem Lexikon Politische Bildung

Lesetipp

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 BLPB, März 2022

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Kommentare

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Vielen Dank, es erfreut mich, daß nun auch das offizielle Brandenburg für den Frieden und gegen den Krieg ist.

Das hatte ich spätestens 1999 vermißt, als das eurpäische Jugoslawien drei Monate lang mit Unterstützung der Bundeswehr bombardiert wurde. Zum Glück marschierte die Bundeswehr nicht mit in den Irak ein, aber nun wird Herr Schröder so fertig gemacht. Auch die Befreiung Libyens von seiner Staatlichkeit oder der 20-jährige Krieg in Afghanistan unter deutscher Beteiligung, waren "unschön".

Aber zum Glück, vorbei und auch Sie nunmehr für den Frieden und gegen Krieg. Ich hoffe, das bleibt so, toi, toi, toi.

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