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3. Mai 2005 bis 10. Oktober 2005

Das Kriegsende in Potsdam

Erinnerungen, Dokumente und Fotografien von Zeitzeugen
Fotografien von Karlheinz Hesener

Gleich nach dem Ende des Krieges begann der Hobbyfotograf Karlheinz Hesener heimlich seine Heimatstadt Potsdam zu fotografieren. Bis zum Sommer 1946 hielt er mit der Kamera fest, wie die historische Altstadt durch die Bombennacht am 14. April 1945 und die letzten Kampfhandlungen zerstört wurde.

Nur mühsam gelingt dem Betrachter von heute eine Orientierung. Manche Gebäude wie das Stadtschloss, die Garnisonkirche oder das Palasthotel, die damals das Herz von Potsdam ausmachten, sind gänzlich aus dem städtischen Raum und aus den Vorstellungen der Bewohner verschwunden.

Die Fotografien sind bemerkenswerte Zeitdokumente, die erstmals, zusammen mit Ansichten der unzerstörten Stadt, in einer Ausstellung gezeigt werden.

Was Fotografien nicht abbilden können, ergänzen die Erinnerungsberichte von Potsdamer Bürgern, die im Frühjahr 1945 zwischen 13 und 28 Jahre alt waren und ihre Erlebnisse von damals in bewegenden Worten schildern, über ihre Ängste sprechen und die Sehnsucht nach dem Ende des Krieges ausdrücken.

Aufforderungen, diesen mörderischen Krieg zu beenden, haben alliierte Flugzeuge bereits ab 1943 als Flugblätter über der Front und den deutschen Städten abgeworfen. Die Bevölkerung musste diese „Feind-Propaganda“ einsammeln und abliefern. Der Hitlerjunge Horst Goltz hat heimlich diese Blätter aufgehoben und stellt aus seiner umfangreichen Sammlung einige Exemplare zur Verfügung, die als Kopie in der Ausstellung zu sehen sind.

 

Bildergalerie
Blick vom Blücherplatz (heute nicht mehr vorhanden) in die Brauerstraße (heute n
Plögerscher Gasthof  Links: Hohe-Weg-Straße (heute Friedrich-Ebert-Straße)
Blick von der Garde-du-Corps-Straße (heute nicht mehr vorhanden)  Richtung Grüne
Schlossstraße mit Altem Rathaus und Obelisk Rechts: Stadtschloss, Ecke Fortunapo
Blick von der Kaiserstraße (heute Staudenhof-Areal)  mit Loren für die Enttrümme
Berliner Tor
Blick vom Blücherplatz in die Berliner Straße  Hintergrund: Berliner Tor
Burgstraße Hintergrund rechts: das Alte Eichamt
Blick auf die Grüne Brücke über den Stadtkanal  von der Französischen Straße / E
Lange Brücke Blick auf das Stadtschloss, die Nikolaikirche und das Alte Rathaus
Seeterrassen vom Palasthotel
Palasthotel Humboldtstraße, unterhalb des Hotels: alte Dampferanlegestelle
Humboldtstraße (heute nicht mehr vorhanden) Konditorei am Stadtschloss hinter de
Blick vom Alten Markt  Die Straßenbahn fährt auf der Kaiserstraße (heute Stauden
Blick von der Eisenbahnbrücke auf den Stadtbahnhof. Links: Bahn- und Paketpost
Leipziger Platz. Im Hintergrund befand sich das Kino „Bergtheater“
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