Parteien

Parteien gehören zu den besonders gescholtenen Politik-Akteuren unserer Zeit. Auch wenn viele Bürger mit zunehmender Politikverdrossenheit auf gesellschaftliche Probleme reagieren - Parteien spielen eine zentrale Rolle bei deren Lösung.

Jetzt fragen wir die Parteien: Was ändern Sie?
© sualk61 "Jetzt fragen wir die Parteien: Was ändern Sie?" | flickr.com CC BY-NC-ND 3.0 DE

Parteien gehören zu den besonders gescholtenen Politik-Akteuren unserer Zeit. Parteien- und Politikverdrossenheit gehen Hand in Hand: Nahezu alle Parteien haben mit sinkenden oder stagnierenden Mitgliederzahlen zu kämpfen und immer mehr Menschen entscheiden sich in Deutschland, nicht wählen zu gehen. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung über "Nichtwähler in Deutschland" von 2013 ist nur jeder Fünfte mit der praktischen Politik, wie sie von den Parteien, Parlamenten und Regierungen betrieben wird, zufrieden.

Andererseits sind viele tausend Bürgerinnen und Bürger in eben diesen Parteien engagiert, weil sie sich politisch einbringen und gemeinsam etwas bewegen wollen. Eine einseitig positive oder negative Bewertung der Parteien – ihrer Arbeit, ihrer Strukturen, ihrer Prozesse – wäre daher nicht nur unangebracht, sondern wegen der Vielfalt des Bürgerengagements auch kaum zu begründen.

Das politische System der Bundesrepublik wird auch als Parteiendemokratie bezeichnet. Das heißt, die wichtigsten Entscheidungen werden von politischen Parteien getroffen. Die Wählerinnen und Wähler nehmen an diesem Prozess indirekt teil. Mit ihrer Stimmabgabe entscheiden sie, wer mehrheitlich gewählt wird. Die große Rolle, die Parteien in unserem Land spielen, macht es daher unmöglich, sich nicht mit ihnen zu beschäftigen. 

Im Schwerpunkt Parteien informieren wir über die Funktion von Parteien, Zielsetzungen, Wahlergebnisse, Probleme und Kontaktmöglichkeiten.


Linda Teuteberg. Foto: Karoline Wolf

Position

Demokratie braucht Bürger, die Partei ergreifen

Ein Gastbeitrag von Linda Teuteberg


Marie Luise von Halem Pressefoto
© Robert Recker

Position

Plädoyer für die Wertschätzung der Parteien und wider die Sprachlosigkeit

Ein Beitrag von Marie Luise von Halem

 

 

Lesetipp

Linktipps

  • Die Finanzierung der Parteien in Deutschland

    Funktionsfähigkeit, Staatsfreiheit, Chancengleichheit und Transparenz: Diesen Anforderungen soll die Parteienfinanzierung in Deutschland entsprechen. Als "beinahe perfektionistisch" wurden die aktuellen Regelungen von einer Sachverständigenkommission gelobt. Doch bis dahin war es ein langer Weg, der selten konfliktfrei und geradlinig verlief. Und noch immer werden kontroverse Debatten über die Finanzierung der Parteien geführt. (bpb, 14.03.2018)

  • "Gib mir was, was ich wählen kann"

    Motive Langzeitarbeitsloser Nichtwähler und ihre Lebenswirklichkeit

Schlagworte

Bewertung
4 Stimmen, Bewertungen im Durchschnitt: 3.3 von 5

Neuen Kommentar hinzufügen

Eingeschränktes HTML

  • Erlaubte HTML-Tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.