Der historische Reiseführer

Ch. Links Verlag, Berlin 2012, 109 S.

Die Zeit des Nationalsozialismus hat auch in Brandenburg ihre Spuren hinterlassen. Etliche Gedenkorte erinnern an das Leiden und Sterben der vom Regime Verfolgten. Daneben sprechen Gebäude, Ruinen und Leerstellen in Stadt und auf dem Land vom unseligen Wirken der Nationalsozialisten.

Martin Kaule hat rund 100 solcher Orte in seinem historischen Reiseführer versammelt. Kurze beschreibende Texte, anschauliche Abbildungen, aufklappbare Karten im Buchdeckel und nicht zuletzt das schmale Hochformat – all das sind wichtige Attribute eines handlichen Reisebegleiters.

Mit ihm können Radfahrer, Bahn-, Bus- oder Autotouristen ihre Routen zu den zuweilen versteckten und wenig bekannten Orten planen. Die Ortsauswahl reicht vom Barackenlager Abbendorf, damals Arbeitslager des Zuchthauses Görden, im Nordwesten bis zum Standort der Cottbuser Synagoge im Süden.

Leseprobe
 

Pressestimmen

Das Buch im handlichen Hochformat ist viel mehr als eine ausgezeichnete Reiselektüre. Kaule meistert vorbildlich ein brisantes und facettenreiches Thema mit einer gelungenen Synthese von fundierter Geschichtsinformation und praktikablem Reisehandbuch. Mit großem Geschick orientiert er sich an den Bedürfnissen historisch Interessierter. Die Details geben den Orten Tiefenschärfe und Leben und vor allem das Wissen, um sehen und begreifen zu können.

Jürgen Tremper, Nordkurier
 

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Preis: 2,00 €
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Der Autor scheint es zu verstehen, allgemein zugängliche historische Quellen aber eben auch Erkenntnisse des von ihm selbst betriebenen Internetforums für Brandenburg-Reisende aufzubereiten. Meiner Meinung nach mangelt es diesem Werk aber an Detailtiefe. Besonders unsensibel, ja gerade zu fahrlässig ging Herr Kaule jedoch bei der Wahl des Coverfotos, einer Militärparade in Neuruppin um 1938 vor. Die deutlich erkennbare Hakenkreuz-Beflaggung dieses Bildes dürfte die in den vergangenen Jahren hier in Neuruppin immer wieder aufmarschierten Demonstranten rechter Gesinnung nur noch weiter zu Folgeveranstaltungen motivieren. Eine nur etwas tiefgründigere Recherche in Medien, die die jüngere Zeitgeschichte wiedergeben hätte diesen Fehltritt vermieden. In diesem Sinne

Umfassende Übersicht an Hinterlassenschaften des NS-Regimes in unserem Bundesland. Neben den bekannteren Objekten wie Sachsenhausen und Ravensbrück werden auch etwa Orte des Widerstands, des Militärs, der Rüstungsindustrie oder der Forschung beschrieben. Das Buch ist in meinen Augen als Reiseführer sehr zu empfehlen!

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