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Politische Bildung in Brandenburg

20 Jahre politische Bildung in Brandenburg: Auf der Festveranstaltung am 23. Mai 2011 zog die Landeszentrale mit Gästen aus Politik und Gesellschaft Bilanz und diskutierte Perspektiven.
Manfred Stolpe wird von Martina Weyrauch als ehemaliges Kuratoriumsmitglied der Landeszentrale begrüßt. Fotos: Stefan Gloede

„Wer Spaß hat, lernt immer noch am besten!“

Vor 20 Jahren wurde die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung ins Leben gerufen. Gegründet nach dem Vorbild anderer, bereits bestehender Landeszentralen in Deutschland hat sie von Beginn an ihr eigenes Profil ausgeprägt.

Politische Jugend- und Erwachsenenbildung in Brandenburg wendet sich an den mündigen Bürger, der bereit ist, in der demokratischen Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und sich einzumischen. Thematisch ging und geht es um Demokratievermittlung. Weitere Schwerpunkte sind politisch-historische Bildung, die Aufklärung über politischen Extremismus und die Ausprägung von Identität und Heimatverbundenheit. Themen und Strukturen wurden vor Ort verankert.

Eine aktive Bürgergesellschaft entwickelt sich von unten, deshalb müssen Vereine und Organisationen, die politische Bildung in der Gemeinde, in der Kommune initiieren, gestärkt und unterstützt werden.

Auf der Veranstaltung „20 Jahre politische Bildung in Brandenburg“ am 23. Mai 2011 schauten die Mitarbeiter der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit Wegbereitern und -begleitern, mit Partnern und Freunden auf die Anforderungen der kommenden Jahre. Gäste der Veranstaltung waren u.a. Ministerpräsident a.D., Dr. Manfred Stolpe, Bildungsministerin Dr. Martina Münch, Bildungsstaatssekretär Burkhardt Jungkamp, Thomas Krüger, Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung und der Vorsitzende des Kuratoriums der Landeszentrale, Thomas Günther sowie seine Stellvertreterin Kerstin Kaiser.

Wie also sollte politische Bildung in den kommenden 20 Jahren aussehen? Welche Rahmenbedingungen braucht sie? Was kann sie leisten, was nicht? Auf diese und andere Fragen ging die Leiterin der Brandenburgischen Landeszentrale, Dr. Martina Weyrauch, in ihrem Eingangsreferat ein. Mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen an die politische Bildung sagte sie u.a., es gehe nicht mehr nur um Information, sondern um den öffentliche Diskurs, die Debatte, den Austausch von Argumenten. Neue, demokratisch ausgehandelte Kompromisse zwischen Akteuren, denen ihre traditionellen Rollen abhanden gekommen sind, stünden auf der Tagesordnung. Politische Bildung müsse sich mit ihren spezifischen Kompetenzen in diesen Dialog einklinken.

Thomas Krüger, Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, gratulierte der Landeszentrale und nannte sie eine veritable Einrichtung, die allen Ansprüchen der politischen Bildung gerecht werde. Als Wegmarken für die Zukunft bezeichnete er eine politische Bildung, die multiperspektivisch, partizipativ, innovativ, interdisziplinär und multimedial sein müsse.

Thomas Günther, Vorsitzender des Kuratoriums der Landeszentrale, hob die Bemühungen  der Landeszentrale hervor, dass auch im letzten Winkel des Landes politische Bildung angeboten werde. Dabei sei die Landeszentrale nie tendenziös, wohl aber immer kontrovers. Und das solle so bleiben. Neben seinen Glückwünschen schrieb er der Landeszentrale ins Stammbuch: „Wer Spaß hat, lernt immer noch am besten!“

Barbara Henniger, als politische Karikaturistin seit langer Zeit der Landeszentrale verbunden, nannte das Haus 17 der Heinrich-Mann-Allee 107 einen Ort des Austausches: der Ideen, der Gedanken, der Meinungen und manchmal auch der Adressen. Hier werde der flache brandenburgische Horizont weiter – und das sei auch nötig. Als Karikaturistin mache sie sich Gedanken zu den täglichen Katastrophen und fände sich in der Landeszentrale wieder, zöge mit ihr an einem Strang. Den Mitarbeiter rief sie zu: Halten Sie fest und lassen nicht locker!

Eine Präsentation von freien Trägern des Landes Brandenburg gab Einblicke in die Vielfalt der Angebote und Themen der politischen Bildung.

Glückwunschkarte von Reiner Schwalme

Der abendliche Empfang der Landeszentrale wurde durch die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Dr. Martina Münch, eröffnet. In ihrem Grußwort zum Jubiläum nannte sie die Landeszentrale einen Ort, an dem politische oder historische Ereignisse offen und kontrovers mit interessanten Gästen diskutiert werden können.

Hier werde für die demokratische Verfasstheit der Gesellschaft geworben, denn es sei klar: Demokratie muss ständig neu erkämpft werden. Sie muss verteidigt und immer wieder neu vermittelt werden. Münch betonte, dass die Stärke einer Landeszentrale in ihrer parteipolitischen Unabhängigkeit liege. Sie schätzte ein, dass die Bandbreite der angebotenen Themen groß sei und das Interesse der Bürger, die schließlich freiwillig zu den Veranstaltungen und Ausstellungen kämen, belegen, dass die Landeszentrale immer wieder neue Formen der Kommunikation mit den Bürgern sucht und findet. Das sei ein unverzichtbarer, wertvoller Bestandteil von politischer Bildung insgesamt im Land Brandenburg.

Bildergalerie
Barbara Henniger
Thomas Günther und Bärbel Möller
Martin Habermann und Manfred Stolpe
Andreas Hilliger und Bärbel Möller
Mitarbeiter der Landeszentrale
Politische Bildung in Brandenburg
Andreas Hilliger, Eva-Maria Bosch und Martina Weyrauch
Politische Bildung in Brandenburg
Der Percussionist Tobias Dutschke setzte musikalische Akzente
Tobias Dutschke mit ungewöhnlicher musikalischer Begleitung
Tobias Dutschke mit ungewöhnlicher musikalischer Begleitung
Tobias Dutschke
Die Reihe der Festredner
Bärbel Möller
Mitarbeiterinnen der Landeszentrale
Martina Weyrauch, Leiterin der Landeszentrale, bei ihrer Festrede
Tobias Dutschke
v.l.: Martina Weyrauch, Thomas Krüger, Thomas Günther und Barbara Henniger
Thomas Krüger, Leiter der BpB, hält ein Grußwort
Tobias Dutschke begeisterte mit musikalischen Einfällen
Thomas Günther begrüßt die Anwesenden
Barbara Henniger in Aktion
Politische Bildung in Brandenburg
Tobias Dutschke begeisterte mit musikalischen Einfällen
Martina Weyrauch und Thomas Günther
Juliane Tomann, Institut für angewandte Geschichte, mit Martina Weyrauch im Gesp
v.l. Elvira Schmidt, Argus e.V., Winfriede Schreiber, Verfassungsschutz Brandenb
Christian Ernst stellt die Arbeit von Zeitpfeil e.V. vor
Die Gäste bewundern das Umweltmobil der Spreescouts aus Burg
Juliane Tomann, Katja Kahle und Christian Ernst
Zum abendlichen Empfang gerüstet
Mitarbeiter der Landeszentrale
Martina Weyrauch im Interview mit dem rbb
Martina Weyrauch und die Bildungsministerin Martina Münchund Carola Wolf, Forum
Politische Bildung in Brandenburg
Cleo-Petra Kurze, Reiner Schwalme und Ehefrau, Heinfried Henniger und Klaus Vond
Ralf Benschu (Saxophon) und Karsten Intrau (Gitarre)
Klaus Vonderwerth, Kerstin Kaiser, Martina Münch und Martina Weyrauch
3. v.l.: Hans Misselwitz, ehemaliger Leiter der Landeszentrale
Politische Bildung in Brandenburg
Martina Weyrauch und Martina Münch
Inka Thunecke, Heinrich-Böll-Stiftung, Detlef Nakath, Rosa-Luxemburg-Stiftung, H
Martina Münch
Das festliche Buffet
Susan Neiman, Martina Weyrauch und Martina Münch
Am Buffet
v.l. Ralf Benschu (Saxophon) und Karsten Intrau (Gitarre)
Die Gäste können kommen
Hans Misselwitz, Martina Weyrauch und Martina Münch
Martina Münch, Wolfram Meyer zu Uptrup und Susan Neiman
Martina Schellhorn (2. v.l.) mit ehemaligen Kollegen der Landeszentrale
Politische Bildung in Brandenburg
Martina Schellhorn und Michael Gumbert
Jörg Barandat, Auswärtiges Amt, und Gebhard Schultz, Blog-Autor
Sebastian Bauersfeld und Martina Schellhorn
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