Leichte Sprache
Tagung mit Vereinen der politischen Bildung
12. Februar 2015, 10.00 Uhr - 16.00 Uhr

Der Beitrag politischer Bildung zu einer Willkommenskultur in Brandenburg

Willkommenskultur

Durch Brandenburg soll ein Ruck gehen: durch Zuwanderung und Integration will es offener, attraktiver, lebenswerter und zukunftsfähiger werden. Im Land soll eine „Willkommenskultur“ entstehen. Auf dieser Grundidee basiert das Landesintegrationskonzept der Landesregierung, das 2014 präsentiert wurde. Seitdem hat sich nicht nur eine lebhafte öffentliche Debatte darüber entwickelt, was Willkommenskultur heißt, sondern es haben sich auch erste Initiativen gegründet, die sich darum bemühen, die einzelnen Aktivitäten zu bündeln.

Die diesjährige Tagung freier Träger der politischen Bildung findet vor diesem Hintergrund statt. Im Mittelpunkt steht die Frage danach, welchen Beitrag die politische Bildung zu einer Willkommenskultur in Brandenburg leisten kann. Die Tagungsteilnehmer haben die Gelegenheit, darüber mit der Landesintegrationsbeauftragten, Dr. Doris Lemmermeier, zu diskutieren und eigene Projekte vorzustellen. Die Landeszentrale ist wie immer mit allen für Förderung zuständigen Mitarbeitern vor Ort, um Fragen zu beantworten.

Gast: Dr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg
 

Eine Veranstaltung der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung und der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg (LAG)

 

Bildergalerie
Rund 60 Akteure von Vereinen der politischen Bildung aus ganz Brandenburg hatten sich zur Tagung angemeldet.
Die Trägertagungen in der Landeszentrale finden jährlich zu einem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema statt und werden gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft für politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg e.V. (LAG) durchgeführt.
Der Beitrag politischer Bildung zu einer Willkommenskultur in Brandenburg
Dr. Martina Weyrauch, die Leiterin der Landeszentrale zum Ziel der Tagung: "Die Dynamik in der Zuwanderungsdebatte ist gegenwärtig so groß, dass es immer wieder eine Herausforderung ist, angemessen darauf zu reagieren. Es ist daher wichtig, sich mit allen Akteuren über Handlungswege zu verständigen."
LAG-Geschäftsführer Dr. Michael Jahn: "Wir müssen Willkommenskultur nicht neu erfinden, wenn man sich im Land umschaut, sieht man, dass seit vielen Jahren Akteure und Akteurinnen vor Ort aktiv sind. Darauf kann man aufbauen."
Die Landesintegrationsbeauftragte, Dr. Doris Lemmermeier plädierte für einen vorsichtigen Umgang mit Sprache: Flüchtlingswelle, Flüchtlingsstrom, Flüchtlingsflut... Lemmermeier wandte sich gegen diese so genannte Wassermetaphorik: „Die 6000 Flüchtlinge, die 2014 nach Brandenburg kamen, entsprechen 0,24 % der Bevölkerung. Damit steht uns das Wasser nicht bis zum Hals!“
Alfred Roos, Geschäftsführer der RAA (Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg). Er erinnerte daran, dass Brandenburg bundesweit Vorreiter bei der praktischen Ausgestaltung einer Willkommenskultur ist, z.B. beim Angebot von Sprachunterricht für Flüchtlinge.
Alfred Roos und Dr. Doris Lemmermeier: die RAA und die Landesintegrationsbeauftragte kooperieren eng beim Thema Willkommenskultur im kommunalen Raum.
Besonders wichtig für die Vereine: dass ihre Anregungen und Erfahrungen auch in den zuständigen Behörden berücksichtigt werden. Unter den aufmerksamen Zuhörern: Dr. Eva-Maria Bosch, Referatsleiterin im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), 4.v.r.
Thorsten Finger von Würdevoll leben e. V./ Kulturbund Templin. Er berichtete von den Erfahrungen in der Uckermark. Sein Rat: Ein Sozialraumkonzept kann helfen, die lokalen Bedürfnisse zu strukturieren und Verantwortlichkeiten festzulegen.
Margrid Posselt (1.v.l.) und Helena Steingart vom Verein Bildung Begegnung Zeitgeschehen e.V. Bernau. Sie haben ein Konzept entwickelt, das es Flüchtlingen ermöglicht, entsprechend ihrer jeweiligen Wohn- und Arbeitssituation flexibel Sprachkurse zu belegen.
Darius Müller vom Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz e. V. Er ist seit vielen Jahren im Grenzgebiet zu Polen aktiv. Das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz erhielt 2014 für sein Engagement den Deutsch-Polnischen Preis.
Kurt Liebau vom Verein Bildung und Aufklärung Zossen hob die gute Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten des Landkreises hervor. Er kritisierte aber auch, wie viele andere Vereine, die ungenügende finanzielle und personelle Ausstattung von ehrenamtlicher Tätigkeit.
Evelyn Dahme, die Leiterin der Geschäftsstelle des Brandenburgischen Volkshochschulverband, entwickelt gemeinsam mit Bibliotheken Angebote für Flüchtlinge und Einheimische. Dahme forderte die Vereine auf, sich mit den Volkshochschulen vor Ort zur gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten zu verständigen.
Der Diskussionsbedarf ist groß...
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Kommentare

Bildimpressionen von der Tagung mit Vereinen politischer Bildung

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Liebe Frau Werner,

wir freuen uns, dass Sie am 12. Februar zu unserer Trägertagung kommen werden. Die Parkplatzsituation ist sicher auch für andere Teilnehmer interessant, daher wollen wir an dieser Stelle auch darauf eingehen. Einen Parkplatz auf unserem Gelände können wir leider nicht zusichern, da die Plätze nicht zu reservieren sind. Sollten freie Flächen zur Verfügung stehen, so ist der Sicherheitsdienst informiert, dass die Teilnehmer unserer Tagung diese nutzen können. Kostenfreies Parken ist in der Friedhofsgasse möglich, die Parkplatzsituation ist jedoch schon sehr früh angespannt. Ansonsten kann das Parkhaus am Hauptbahnhof gegen Gebühr genutzt werden. Von dort sind es dann fußläufig nur 10 Minuten bis zu uns. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Landeszentrale

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Anmeldung

Sehr geehrte Damen, liebe Frau Wüstenhagen, Ich möchte mich für den 12.02. anmelden. Eine Frage: Besteht eine Möglichkeit, dass mich der Sicherheitsdienst auf den hauseigenen Parkplätzen parken lässt? Das würde sehr helfen. Vielen, vielen Dank Und freundliche Grüße aus LH Carola Werner KooperationsAnstiftung
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