Sorben

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Die engen deutsch-slawischen Beziehungen
Sorbische Frauen an einem Informationsstand

Ein weiteres spezifisches Element in Brandenburgs Geschichte und Gegenwart sind die engen deutsch-slawischen Beziehungen. Brandenburg ist auf einem Territorium entstanden, das seit dem 6. Jahrhundert von Slawen besiedelt war.

Bis heute bewahren in der Lausitz die Sorben (Wenden) als große autochthone Minderheit ihre traditionelle Kultur. Die Landesverfassung garantiert das Recht des sorbischen Volkes auf Schutz und Erhaltung seiner nationalen Identität und seines angestammten Siedlungsgebietes.

Eng verflochten ist auch das brandenburgisch-polnische Nachbarschaftsverhältnis. Mit 252 Kilometern hat Brandenburg eine lange Grenze zu Polen. Unter den in Brandenburg lebenden Ausländern bilden die Polen die größte Gruppe. Die meisten der Brandenburger Exporte gehen nach Polen. Vor allem beiderseits von Oder und Neiße haben sich seit 1990 vielfältige Beziehungen entwickelt. Grenzüberschreitende Projekte stellen sich auch Themen der gemeinsamen Geschichte, die vor 1990 einem Tabu unterlagen.

Seit 2004 ist Polen EU-Mitglied; seit Dezember 2007 gehört es dem Schengen-Raum an. Als Brücke zu Osteuropa kann Brandenburg aus dieser Situation vielfachen Nutzen ziehen, wenngleich sich manch ein Brandenburger auch eine effektivere Bekämpfung grenzüberschreitender Straftaten wünscht.

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