Wahlprognosen zur Landtagswahl in Brandenburg 2024

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre... Wahlprognosen beruhen auf Umfragen, die verschiedene Institute unter Wahlberechtigten durchführen. Wie genau die Prognosen sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Prognosen
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Würde am kommenden Sonntag der Brandenburger Landtag gewählt, wäre die AfD stärkste Fraktion mit 28 Prozent der Stimmen. Die CDU folgt mit 18 Prozent, die  SPD mit 17 Prozent der Stimmen. Das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht würde auf 13 Prozent der Stimmen kommen. B90 / Grüne erhielten 8 und Die Linke 6 Prozent der Umfragewerte, BVB / Freie Wähler würden mit 4 Prozent nicht wieder in den Landtag einziehen. Die FDP verfehlt dieses Ziel derzeit ebenso mit 3 Prozent der Stimmen. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 3 Prozent. 

Für die Bildung einer Regierung würde eine solche Stimmenverteilung bedeuten, dass keine Partei allein regieren kann, sondern sich nach Koalitionspartnern umschauen müsste. Für die Fortsetzung der bisherigen Koalition von SPD, CDU und Grüne würden die Stimmenanteile der Parteien nicht reichen.

Die Daten wurden durch INSA im Auftrag von MAZ, MOZ und LR im Zeitraum vom 8.-15.01.24 durch Befragung per Online-Panel von 1.000 Personen erhoben. (Quelle: wahlrecht.de)

 

 

"Selbstberichte deuten darauf hin, dass es in der Bevölkerung durchaus Gruppen gibt, die versuchen, strategisch zu wählen. Sie verfolgen bestimmte Koalitionsüberlegungen und greifen zu diesem Zweck auf Umfragen als Impuls- oder Signalgeber zurück." (Politikwissenschaftler Torsten Faas im Interview)

 

Wie aussagekräftig sind Wahlprognosen?

Wahlprognosen beruhen auf Umfragen, die unterschiedliche Institute unter Wahlberechtigten durchführen. Wie genau die Prognosen sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Kollegen in der Landeszentrale Baden-Württemberg haben einige zusammengestellt.

  • Repräsentativität: Umfrageinstitute befragen in der Regel einige tausend Wahlberechtigte und versuchen daraus zu errechnen, wie die Gesamtzahl der Wahlberechtigten abstimmt. Dafür muss die Zusammensetzung der Befragten jedoch der Zusammensetzung der gesamten Wählerschaft entsprechen. Das bedeutet, dass Faktoren wie die Altersstruktur, die Geschlechterzusammensetzung, die politischen Präferenzen etc. in der Gruppe der Befragten mit der gesamten Wählerschaft übereinstimmen müssen. Weil Umfrageinstitute in der Regel kommerziell arbeiten, gehört es zu ihren Geschäftsgeheimnissen, wie sie versuchen, die Repräsentativität der Befragten zu ermitteln.
     
  • Parteibindungen: Jahrzehntelang spielten in der Bundesrepublik gewachsene Bindungen zwischen Wähler/-innen und Parteien eine große Rolle. Diese erleichterten auch die Vorhersage des Wahlverhaltens bestimmter Gruppen. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Parteibindungen jedoch abgenommen, es gibt mehr Wechselwähler/-innen als vorher – das erschwert Prognosen.
     
  • Ehrlichkeit: Prognosen werden auch dadurch erschwert, dass bei Umfragen nicht alle Befragten ihre wahren Parteipräferenzen angeben. Wenn Befragte beispielsweise den Eindruck haben, dass ihre Wahlpräferenzen sozial nicht erwünscht sind, geben sie möglicherweise keine ehrliche Antwort auf die Frage, wen sie wirklich wählen möchten. "Menschen, die glauben, dass sie die öffentliche Meinung gegen sich haben, geben nicht zu, wie sie wählen. Das merkten wir gerade bei der AfD", sagte beispielsweise der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter (Quelle: Huffington Post).
Thorsten Faas

Wahlumfragen - wie aussagekräftig sind sie wirklich?

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Zusammenstellung der Grafiken: BLPB
BLPB, Januar 2024

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