„LICHTZWANG“

Konzert

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Konzert „LICHTZWANG“
© Ukrainisches Institut in Deutschland
das Ukrainische Institut in Deutschland lädt Sie herzlich zum Konzert „LICHTZWANG“ des „MRIIA Orchestra“ ein, das dem vierten Jahrestag des großangelegten russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gewidmet ist.  
 
Datum und Uhrzeit: 25. Februar 2026, 19:30 Uhr 
Ort: St. Nikolaikirche Potsdam, Am Alten Markt, 14467 Potsdam 
Eintritt: frei, keine Anmeldung erforderlich 
 
Im Programm erklingen Werke von Komponisten wie Heinrich Ignaz Franz Biber, Wojciech Kilar, Valentyn Silvestrov, Maxim Shalygin und anderen. 
 
Russland begann seinen Krieg gegen die Ukraine im Jahr 2014 und eskalierte ihn im Jahr 2022 zu einem großangelegten Angriffskrieg. Seitdem leben die Menschen in der Ukraine unter der ständigen Bedrohung durch Raketen- und Drohnenangriffe. Ukrainische Soldat:innen verteidigen ihr Land unter enormen persönlichen Opfern – sie schützen nicht nur die Ukraine und ihre Bevölkerung, sondern auch grundlegende Werte wie Freiheit, Würde und demokratische Prinzipien in Europa. Ihre Standhaftigkeit und ihre Stärke sind für viele eine bleibende Quelle der Inspiration. Dieses Konzert ist ihnen gewidmet – ebenso wie allen Menschen, die die Ukraine seit Jahren unterstützen und solidarisch begleiten. Dafür möchten wir unseren ausdrücklichen Dank aussprechen.  
 
Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen. 
 
Über den Titel des Konzerts 
 
„Lichtzwang“ ist der Titel eines Gedichtbandes von Paul Celan. Der Begriff beschreibt den Zustand eines Menschen, der die Augen nicht vor der Wahrheit schließen kann. Es ist die schmerzhafte Notwendigkeit, die Welt ohne Illusionen zu sehen – ein Licht, das zugleich Rettung und Last ist, weil es kein Verbergen erlaubt. 
 
Celan, der den Holocaust überlebt hat, suchte nach einer Sprache für das, worüber eigentlich nicht gesprochen werden kann. „Lichtzwang“ steht dabei für eine ethische Verpflichtung: die Pflicht zum Zeugnis. Man kann sich nicht für die Dunkelheit des Vergessens entscheiden – man ist durch das Licht der Wahrheit gezwungen, sich der Geschichte zu stellen. 
 
Über das „MRIIA Orchestra“ und die Musiker:innen:  
 
Das „MRIIA Orchestra“ besteht aus ukrainischen Musiker:innen, die nach Beginn des großangelegten russischen Krieges in Deutschland Zuflucht gefunden haben. Durch ihre künstlerische Arbeit tragen die Musiker:innen des Orchesters dazu bei, ukrainische Musik und Kultur auf internationaler Ebene sichtbar zu machen. Geleitet wird das Ensemble von Kateryna Suprun, Solistin und künstlerische Leiterin des Orchesters. 
 
Kateryna Suprun, ausgezeichnet mit dem staatlichen Ehrentitel „Honored Artist of Ukraine“, zählt zu den bekanntesten Bratschistinnen der Ukraine. Als Solistin des Nationalen Solist „Kyiv Camerata“ sowie als künstlerische Leiterin des „MRIIA Orchestra“ widmet sie sich insbesondere der ukrainischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie ist die Erstinterpretin zahlreicher ihr gewidmeter Werke und trat mit renommierten Orchestern in Europa, Asien und dem Nahen Osten auf. 
 
Das Konzert wird von Mikheil Menabde dirigiert, der für seine eindrucksvollen Interpretationen europaweit geschätzt wird. Er ist ein georgischer Dirigent, der überwiegend in der Ukraine und in Europa tätig ist. Seine berufliche Laufbahn begann er als professioneller Balletttänzer und Choreograf in Tiflis, Georgien, bevor er sich dem symphonischen Dirigieren zuwandte. Menabde studierte an der Nationalen Musikakademie der Ukraine und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er arbeitet mit der Nationalen Philharmonie der Ukraine zusammen, ist Gründer und Leiter des Kammerorchesters Armonia Ludus und lebt in Wien. 
 
Der Pianist Antonii Baryshevskyi zählt zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Er gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter den Arthur-Rubinstein- und den Ferruccio-Busoni-Wettbewerb. Seine Ausbildung absolvierte er an der Nationalen Musikakademie der Ukraine sowie an der École Normale de Musique de Paris. Er konzertiert mit führenden Orchestern Europas und ist unter anderem als Gastprofessor an der Davidsbündler Musikakademie in Den Haag tätig. 
 
Das Konzertprogramm umfasst unter anderem zwei Kompositionen des ukrainischen Komponisten Maxim Shalygin. Er absolvierte Masterstudien an der Nationalen Musikakademie der Ukraine in Kyjiw sowie am Königlichen Konservatorium Den Haag. Shalygin hat über 50 Werke verschiedener Genres komponiert, die international aufgeführt werden. Seine Musik ist geprägt von der Erweiterung traditioneller Spieltechniken, einer klaren tonalen Sprache und dem bewussten Verzicht auf avantgardistischen Radikalismus. 
 
Das Konzert wird von dem Ukrainischen Institut in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem „MRIIA Orchestra“ und der St. Nikolai-Kirche Potsdam organisiert. 
Unterstützt wird die Veranstaltung von dem Auswärtigen Amt.  
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