Akteure aus Brandenburg

Fünf freie Träger der politischen Bildung aus Brandenburg präsentieren ihre Arbeit

Sebastian Zoepp stellt die Spreescouts aus Burg vor; Fotos: Stefan Gloede
Sebastian Zoepp stellt die Spreescouts aus Burg vor; Fotos: Stefan Gloede

Verein zur Jugendförderung in der dgb-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin

Arbeit und Identität

Dr. Martina Panke ist Leiterin der dgb-Jugendbildungsstätte und beschrieb die Aufgaben, Entwicklungen und Probleme ihrer Einrichtung. Die liegt in einer Gegend, die nach den Regeln der EU fast als unbelebt zu bezeichnen ist. Dennoch gelingt es ihrem Team, junge Menschen, die an der Schwelle zur Ausbildung stehen oder bereits einen Beruf erlernen, mit interessanten Bildungsangeboten in die Uckermark zu locken. Einige kommen sogar aus Berlin.

Das Besondere des Angebots besteht darin, dass neben den eigentlichen Seminaren Sport und Bewegung ins Programm eingebaut werden, auch gemeinsame Freizeitangebote und gemeinsames Essen gehören dazu. 93 Prozent der Jugendlichen, die nach Flecken Zechlin kommen, sind übrigens nicht gewerkschaftlich gebunden. Die Bildungsstätte ist gut vernetzt mit örtlichen Akteuren wie der Gedenkstätte Belower Wald oder dem Tucholsky-Museum in Rheinsberg. Gemeinsame Kompetenzen werden für die Bildungsangebote genutzt.

Schwerpunkte sind:

- Arbeit und Identität
- Heimat
- Gerechtigkeit

Diese Themenkomplexe werden unter sehr unterschiedlichen Aspekten mit Auszubildenden – oft aus weniger qualifizierten Berufen -, Schülern aus Oberstufenzentren und Schülervertretern bearbeitet. Als offensichtliche Arbeitshemmnisse benannte Frau Dr. Panke u.a., mit den vorhandenen finanziellen Mitteln die Bildungsstätte zu unterhalten und unter den oft unsicheren Arbeitsbedingungen eine kontinuierliche Arbeit der politischen Bildner zu gewährleisten.


Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e.V.

Jugend denkt um.welt 

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Frau Dr. Jutta Schölzel leitete ihren Kurzvortrag mit einigen Filmspots ein.  Unter dem Motto „Jugend denkt um.welt“ waren Jugendliche aufgefordert worden, Filmideen zu entwickeln, die dann mit professionellen Schauspielern und Filmern auf gleichermaßen heitere und nachdenkliche Weise umgesetzt wurden. Das waren vier Minuten Film aus insgesamt 40 Stunden Film, die sonst auf der „ökofilmtour“ des Vereins gezeigt werden.

Diese Filmtour geht durchs ganze Land Brandenburg, denn – so die Erfahrung – der soziale Nahraum ist wichtig für den Erfolg eines solchen Angebots, und wird begleitet von Diskussionsveranstaltungen mit Filmemachern und Autoren.

230 Veranstaltungen, 67 Orte, rund 10.000 Teilnehmer (davon die Hälfte Kinder und Jugendliche) und rund 200 meist ehrenamtliche Unterstützer ist die rein zahlenmäßige Bilanz. Die Filme behandeln längst nicht mehr allein Umweltthemen, denn Umweltzerstörung ist auch Ursache für soziale Konflikte.

Daneben organisiert der Verein jährlich ein renommiertes Filmfestival für Dokumentarfilme aus dem Umweltbereich mit internationaler Beteiligung.


Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte
im Land Brandenburg e.V.

Alter ist produktiv

Der demografische Wandel, der schon heute eine Region wie Brandenburg in besonderem Maße betrifft, fordert ein Umdenken auf allen Gebieten. Frau Dr. Ingrid Witzsche, Vorsitzende des Vereinsvorstands und Leiterin des Geschäftsbereichs Teltow, nannte den Förderverein, der zehn Kontaktstellen in Brandenburg unterhält, ein Dach für Menschen in der zweiten Lebenshälfte.

Sie seien ein Potenzial, im Übrigen das einzige Potenzial, das ständig wachse. Ihr Powerpoint-Vortrag verdeutlichte, dass es dem Verein darum geht, Ältere mit Kompetenzen auszustatten, die es ihnen ermöglichen, sich an vielfältigsten kommunalen und anderen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihre Erfahrungen gestaltend einzubringen. Senior-Trainer werden ausgebildet und begleitet, Methoden der Beteiligung werden vermittelt, Vernetzung wird organisiert.


Zeitpfeil e.V.

Geschichte im Dialog

Christian Ernst und Katja Kahle erläuterten in ihrem von einer Powerpoint-Präsentation gestützten Diskussionsbeitrag den Werdegang des Vereins und hoben dabei den Anteil der Landeszentrale hervor, die durch finanzielle und beratende Unterstützung für eine gewisse Stabilisierung der Entwicklungsmöglichkeiten sorgte. Studenten gründeten den Verein, einige sind noch heute dabei, um abseits von Schule und Universität anderes Lernen zu ermöglichen.

Als Schwerpunkte der Arbeit kristallisierten sich inzwischen folgende Themen heraus: Geschichte im Dialog, Partizipation und Benachteiligung, Entwicklung von neuen Methoden und Formaten in der politischen Bildung. Beispiele dafür finden sich in Projekten wie der Arbeit mit Zeitzeugen an verschiedenen Lernorten zur DDR-Geschichte, dem Austausch mit europäischen Lernpartnern innerhalb des Grundtvig-Programms oder einem Angebot für Jugendliche aus benachteiligenden Lebenslagen.

Christian Ernst stellt die Arbeit von "Zeitpfeil  e.V. " vor

Christian Ernst stellt die Arbeit von "Zeitpfeil e.V. " vor


Spreescouts Burg

Mitten in der Natur

Sebastian Zoepp ist ein Veranstalter aus Burg, der sich als Dienstleister versteht, um nachhaltiges Leben und Wirtschaften im Spreewald und der Lausitz erlebbar zu machen. Als freiberuflicher Umweltbildner arbeitet er mit verschiedenen Vereinen zusammen.

Ihn zeichnen unkonventionelle Wege in der Bildungsarbeit aus. Die konnte er anhand seines Umweltmobils, das er auf der Wiese hinter dem Haus der Landeszentrale abgestellt hatte, plausibel erläutern. Sein Bus samt Anhänger fungieren als eine Art fliegendes Klassenzimmer – 30 Quadratmeter groß –, mit dem die Seminarteilnehmer direkt am Ort des Geschehens Umweltprobleme kennen lernen und selbst erforschen können.

Spreescouts Burg

Spreescouts Burg; Foto: Stefan Gloede


 

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