Am 24. Februar 2022 besetzen russische Truppen das ukrainische Atomkraftwerk Tschornobyl. Sein Gelände verwandeln sie in eine Militärbasis, um von dort aus Kyiv einzunehmen. Fünf Wochen sitzen die Truppen in dem radioaktiven Gebiet fest. Die meisten ihrer kriminellen Aktivitäten werden von den dortigen Überwachungskameras aufgezeichnet.
Der Film basiert auf diesen Aufnahmen, die am Ort der verheerendsten Nuklearkatastrophe der Geschichte entstanden sind, und entwirft eine nahezu entkörperlichte Untersuchung militärischer Logik.
Jede Einstellung ist ein Beweisstück für das Kriegsverbrechen des nuklearen Terrors. (Berlinale)
Einführung (am 3.5.): Mariia Salko (PUSH-UA e.V.)
In Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum - Potsdam
Regisseur - Oleksiy Radynski

Oleksiy Radynski ist ein in Kyiv lebender Filmemacher und Autor. Seine Filme experimentieren mit dokumentarischen Formen und Praktiken des politischen Kinos. Sie wurden auf Filmfestivals und Ausstellungen weltweit gezeigt, unte anderem auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam, dem Institute of Contemporary Arts, der Taipei Biennale, dem Sheffield Doc Fest und DOK Leipzig. Sein Film Chornobyl 22 (2023) gewann den Großen Preis bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.
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