Die Debatte, die letztes Jahr entbrannte, ist auch weiterhin sowohl national als auch international im Fokus: Australien macht es vor, Frankreich und Spanien folgen – immer mehr Länder führen Verbote oder strikte Altersgrenzen für Social Media ein. Jugendliche unter 14 oder 16 Jahren sollen geschützt werden vor Cybermobbing, pathologischem Nutzungsverhalten und potenziell schädlichen Inhalten. Doch ist ein Verbot wirklich die beste Lösung?
In Brandenburg positioniert sich der Landesschülerrat klar: „Verstehen statt Verbieten“ lautet die Forderung. Soziale Medien seien längst fester Bestandteil der Lebensrealität junger Menschen als Kommunikationsraum, Informationsquelle und Mittel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Ein pauschales Verbot drohe, Jugendliche auszuschließen, statt sie zu befähigen.
Die Frage stellt sich drängender denn je: Wie schützen wir Kinder und Jugendliche adäquat, ohne ihnen ihre digitale Mündigkeit zu nehmen? Brauchen wir weiterführende radikale gesetzliche Eingriffe nach australischem Vorbild oder eine medienpädagogische Bildungsoffensive, die junge Menschen zu kritischen, kompetenten Nutzer*innen macht? Wie schafft der Gesetzgeber Leitplanken, die den Widerspruch aus Schutz und Teilhabe gewährleisten?
Diese und viele weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unseren weiteren Gästen im Tagungshaus Hoffbauer diskutieren.
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