Tatorte Markieren- Menschen Gedenken

Mitmach-Aktion des Landesjugendring Brandenburgs anlässlich der Befreiung der Konzentrationslager

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Foto von Menschen, die in einer Reihe stehen und ein Flatterband halten
© LJR Brandenburg
 
Aufruf zum Mitmachen: Lokal und digital aktiv erinnern
 
Liebe Geschichtsinteressierte,
liebes Jugend- und Erinnerungsnetzwerk,
sehr geehrte Abgeordnete,
liebe Kolleg*innen,
 
anlässlich der Befreiung der Konzentrationslager im April 1945 und des Kriegsendes am 8. Mai 1945 startet der Landesjugendring Brandenburg e.V., gemeinsam mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Museumsverband des Landes Brandenburg, einen Aufruf zum gemeinsamen Gedenken an den Terror des Nationalsozialismus.
 
Auch im Jahr 2026 möchten wir die Erinnerungsaktion „Tatorte markieren – Menschen gedenken“ im Zeitraum vom 15.April - 15.Mai 2026 durchführen. Ziel ist es, an möglichst vielen Orten in unserem Flächenland Brandenburg Orte nationalsozialistischer Verbrechen kenntlich zu machen, darüber lokal und digital zu informieren und aktiv zu erinnern.
 
Die Idee ist ganz einfach: Mit Hilfe vieler engagierter Einzelpersonen und (Jugend)gruppen wird das von uns produzierte Absperrband mit der Aufschrift „remember – hier befand sich ein Ort nationalsozialistischer Verbrechen“ ausgerollt und am ehemaligen Tatort sichtbar befestigt. Die Sichtbarmachung von Orten des NS-Terrors schafft Anlass, über das zu sprechen, was an jedem konkreten Ort, aber auch im nationalsozialistischen Alltag vor der eigenen Haustür passiert ist: Wie Menschen ausgegrenzt, gefoltert und ermordet wurden. Wer waren die Opfer dieser Verbrechen? Welche Lebensgeschichten warten darauf, erzählt zu werden? Was ist damals genau hier passiert?
 
Die Veranstaltungen sowie die Berichterstattung in der Presse und im Internet regen dazu an, darüber nachzudenken, was es aus der Geschichte zu lernen gilt und welche Verantwortung uns dies für die Gegenwart überträgt. Bei lokalen Veranstaltungen können Menschen sich aktiv an der Erinnerung beteiligen und ins Gespräch kommen: mit Nachbar*innen, Initiativen, Politiker*innen und der lokalen Presse.
 
Wir teilen die Informationen der vielen Aktionen anschließend auf unseren Social-Media-Kanälen mit einer großen Öffentlichkeit, informieren Presse und Politik und vernetzen auf Wunsch die beteiligten Akteur*innen. Gerne begleiten wir die Aktivitäten auch mit einem Besuch, einem Workshop oder einem Filmabend. Für Anfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.
 
Ergänzend gibt es für junge Menschen die Möglichkeit, die Themen im Rahmen des Projekts „re<<member – Jugendliche erinnern an NS-Verbrechen in Brandenburg“ zu vertiefen. Sie können Mitglied im Jugendnetzwerk werden, kostenlos an Gedenkstätten- oder Ausstellungsbesuchen teilnehmen oder eine eigene lokale „Spurensuche-Gruppe“ gründen. Dieses Engagement fördern wir durch fachliche Beratung sowie durch Unterstützung bei Reisekosten und Projektbudgets.
 
Mitmachen – so geht’s:
Demokratiefreundliche Personen und Initiativen können ihre Aktion auf der Website anmelden und das Absperrband bestellen:
www.ljr-brandenburg.de/zeitwerk
 
Nach der Anmeldung schicken wir das Absperrband (ca. 10 m) per Post zu. Falls mehr benötigt wird, bitten wir um eine kurze Mitteilung per E-Mail.
 
Die Aktion findet im Rahmen des Projekts „re<<member – Jugendliche erinnern an NS-Verbrechen in Brandenburg“ und in Kooperation mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten statt. Gefördert wird sie von Aktion Mensch.
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