Heutige Bilder von der DDR

Die DDR ist Geschichte. Doch sie lebt zugleich weiter in Erinnerungen, Vorstellungen und Erzählungen. Welche Bilder von der DDR haben die Menschen heute?

Neuanfang in Brandenburg

1989/90 war das Jahr der Montagsdemos, der DDR-Grenzöffnung, der tanzenden Menschen auf der Berliner Mauer und der Runden Tische. Es war das Jahr des Sturms auf die Stasi-Zentralen und das Jahr der D-Mark. Der anschwellende Protest der DDR-Bevölkerung fegte binnen weniger Monate sämtliche Führungspersonen der DDR aus den öffentlichen Ämtern.

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Wendepunkte

Zehn Jahre liegt es zurück, dass in der DDR aus Bürgerprotesten machtvolle Demonstrationen wurden, dass Züge der Deutschen Reichsbahn Menschen an Urlaubsorte nach Ungarn brachten, aber nicht mehr zurück ...Zehn Jahre ist es her, dass die alte Garde des Politbüros mit sozialistischer Klatschfröhlichkeit abgeschottet das 40jährige Bestehen der DDR feierte, während Michail Gorbatschow einer begeisterten Menschenmenge den geschichtsträchtigen Satz zurief „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Parolen und Losungen

"Lieber geile Punkerfeten als US Atomraketen" - so begrüßte mich allmorgendlich die Losung am U-Bahneingang Blissestraße, Berlin-Wilmersdorf vor zwanzig Jahren. Ein durchaus gelungener Einstieg in mein Tagwerk, wie ich fand, obwohl ich weder Punk noch besonders feierfreudig war.

Wenig "FRIEDE" im Transit

Baumaschinen von TAKRAF, LKWs von IFA, die Staatsbahnen der UdSSR, das Armeemuseum in Potsdam - das war alles, was die DDR den Reisenden mitzuteilen hatte, die sie im Transit durchquerten.

Innerer Friede - von außen gesehen

Schon als ich als DDR-Korrespondent der Frankfurter Rundschau (1977-1990) zu arbeiten begann, konnte ich mir Spötteleien zu einem DDR-Offiziellen wegen der vielen Plakate, Transparente und Spruchbänder nicht verkneifen: