Als „Soziologie in Bestform“ lobt Steffen Mau das bei Suhrkamp erschienene neue Buch von Emanuel Deutschmann „Die Exponentialgesellschaft“.
Exponentielles Wachstum – die wenigsten Menschen verstehen, was das genau bedeutet. Es entsteht, wenn etwas nicht um einen festen Betrag wächst, sondern um einen konstanten Prozentsatz. Laut Deutschmann löst dieses exponentielle Wachstum in unserer heutigen Zeit multiple, miteinander verschlungene Krisen aus: Wir stoßen an Grenzen, ob beim Ressourcenverbrauch, in der Informationstechnologie oder in der Demografie.
Nun steht die Weltgesellschaft an einem Punkt des Übergangs: Schaffen wir es, uns auf einem stabilen, nachhaltigen Pfad weiterzuentwickeln oder nehmen wir sehenden Auges die Katastrophe in Kauf? Denn exponentielles Wachstum hat auch eine Kehrseite: den schlagartigen Bruch und Absturz.
Im Gespräch mit dem Autor und der Zukunftsforscherin Josefa Kny wollen wir an diesem Abend die Frage ergründen, wie wir als (Welt-)Gesellschaft auf einen Pfad der Stabilisierung kommen und welche konkreten Schritte dafür nötig sein werden. Können sozialer Wandel und Solidarität auch exponentiell wachsen? Wie könnte eine post-expansionistische Gesellschaft aussehen? Müssen wir dafür teilen lernen – national wie global?
Diese und weitere Fragen diskutieren:
- Emanuel Deutschmann, Soziologe und Autor
- Josefa Kny, Zukunftsforscherin
- Moderation: Petra Pinzler, Die ZEIT
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