Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus lädt anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus am Donnerstag, den 13. August 2026 um 17 Uhr zu einer virtuellen Kurzführung mit Zeitzeugengespräch zur Sonderausstellung „Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten“ ein. Mit dabei der ehemalige politische Inhaftierte Bruno Hiller. Die Teilnahme erfolgt online via Zoom. Den Zugangslink erhalten Sie nach Anmeldung unter anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de.
Bruno Hiller wurde 1961 wegen des nächtlichen Aufhängens von Plakaten mit der Aufschrift „Die Mauer muss weg“ verhaftet und bis Juni 1964 inhaftiert, überwiegend in der Lindenstraße in Potsdam. Seine Meinungsäußerung wertete die DDR-Justiz als Gewaltakt. Die Haft und ihre Folgen prägten sein weiteres Leben nachhaltig: berufliche Benachteiligungen und gesellschaftliche Ausgrenzung begleiteten ihn über viele Jahre. Unterstützung und Halt fand er vor allem in seiner Familie.
Bruno Hillers Geschichte ist Teil der Ausstellung "Leben nach der Haft. Ehemalige politische Gefangene der DDR berichten" und vermittelt eindrücklich, wie politische Verfolgung in der DDR weit über die eigentliche Haftzeit hinaus wirkte. Die Ausstellung kann bis zum 13. September 2026 in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus besichtigt werden. Im Anschluss wird sie in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam präsentiert.
Die Sonderausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. und der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße. Gefördert wurde das Projekt durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur.
Wann:
Donnerstag, 13. August 2026, 17 Uhr
Wo:
Online per Zoom
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