Das Potsdamer Ernst-Thälmann-Stadion: Der erste Stadionneubau in der deutschen Nachkriegsgeschichte

Bildervortrag & Gespräch

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Bau des Stadions, 1948/49

Am 3. Juli 1949 wurde das Potsdamer „Ernst-Thälmann-Stadion“ feierlich eingeweiht. Neben dem zukünftigen Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, saß auf der Ehrentribüne auch Rosa Thälmann, die Witwe des von den Nationalsozialisten 1944 in Buchenwald ermordeten Kommunistenführers, nach dem in der gesamten DDR Stadien benannt wurden. 

In nicht einmal einem Jahr war es in der schwierigen Nachkriegszeit gelungen, unweit des schwerbeschädigten Stadtschlosses eine Sportstätte für 20 000 Zuschauer zu erstellen, die die zweitgrößte Baustelle der Sowjetischen Besatzungszone war. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Potsdamer Polizeichef Richard Staimer, der auf und mit den Trümmern des preußischen „Militarismus“ und „Imperialismus“ einen „friedlichen“ Sportplatz schaffen wollte. 

In diesem Vortrag soll diskutiert werden, welche Rolle das Stadion bei Enttrümmerung und Wiederaufbau der Stadt Potsdam spielte. Zu fragen ist weiterhin, warum die SED in diesen Nachkriegsjahren den Sportstättenbau trotz eklatantem Wohnraummangel priorisierte.

Bildervortrag mit Ulrich Pfeil, Professor für Deutschlandstudien an der Université de Lorraine (Metz).

 

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