Am Montag, 16. November 2026 findet von 10 bis 18:30 Uhr der Fachtag „Außerhalb der Norm: Verfolgung und Ausgrenzung als ‚Asoziale‘ in zwei Diktaturen“ im Stadtmuseum Cottbus/Chóśebuz und im Menschenrechtszentrum Cottbus statt. Zu diesem laden wir Sie recht herzlich ein.
Die Unrechts- und Gewalterfahrungen von als „asozial“ stigmatisierten, verfolgten und kriminalisierten Menschen im deutschsprachigen Raum ist bis heute wenig beachtet. Vorangetrieben wurde diese Verfolgung von staatlichen Behörden unter jeweils spezifischen ideologischen Vorzeichen im Nationalsozialismus und in der DDR. Erstmalig nehmen sich die Ausstellungen „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus“ (2024) und „Erziehung durch Arbeit. ‚Asoziale‘ als Staatsfeinde in der DDR“ (2026), die zeitgleich in Cottbus zu sehen sind, dieses Themas an.
Ab 10 Uhr werden auf dem Fachtag beide Ausstellungen vorgestellt, Perspektiven von Betroffenen und Angehörigen gehört und Kontinuitäten der Ausgrenzung und Kriminalisierung sowie Unterschiede der Verfolgung diskutiert. Die Fachtagung findet sowohl im Stadtmuseum Cottbus/Chóśebuz (Bahnhofstraße 22, 03046 Cottbus/Chóśebuz als auch im Menschenrechtszentrum Cottbus (Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus/Chóśebuz) statt. Beginn ist im Stadtmuseum.
Dieser fachliche Austausch richtet sich u. a. an Menschen aus Verwaltung, Polizei, Justiz, der sozialen Arbeit, Bildung, Gesundheit als auch aus Gedenkstätten und der historischen Aufarbeitung.
17 Uhr: Öffentliche Veranstaltung: "Außerhalb der Norm: Verfolgung als "Asoziale" in zwei Diktaturen" - Aus der Perspektive von Betroffenen und Angehörigen.
Menschenrechtszentrum / Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Abschlussveranstaltung des Fachtages, zu der alle herzlich eingeladen sind.
Kurze Einführung zu beiden Ausstellungen: Oliver Geida und Dr. Eva Fuchslocher/Dr. Michael Schäbitz
Gespräch mit Zeitzeugen und dem Publikum zur Perspektive von Betroffenen und Angehörigen sowie Kontinuitäten der Ausgrenzung und Kriminalisierung, Tim Steinwender (Zeitzeuge, DDR) und Ines Eichmüller (Angehörige und 1. Vorsitzende des Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus (VEVON)
Moderation: Susanne Kschenka (LAkD)
Plätze begrenzt, Anmeldung sowohl für den Fachtag als auch für die öffentliche Abendveranstaltung bis zum 5. November erbeten unter: eva.fuchslocher@menschenrechtszentrum-cottbus.de
Eine Veranstaltung in Kooperation von:
Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder), exhibeo e. V., Menschenrechtszentrum Cottbus e. V., Stadtmuseum Cottbus, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Die Tagung und die öffentliche Abendveranstaltung finden im Rahmen der Themenwochen "Lebensentwürfe in Freiheit und Unfreiheit" der AG Politische Bildung Cottbus statt. Mehr zu den Themenwochen und zum Programm unter: https://cottbus.de/verwaltung/ob/buero/fb-15-bildung-und-integration/bildungsbuero/gremien/ag-politische-bildung/
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