Geografisch gesehen ist Asien der größte Kontinent der Erde. Unter dem Begriff „Eurasien“ wird Asien und Europa oft auch als Großkontinent zusammengefasst. Aktuell ist Asien ein zentraler Schauplatz neben USA und Russland. Die geplante dreiteilige Veranstaltungsreihe nähert sich Asien als dem Knotenpunkt im globalen Wettbewerb um Einflussnahme aus unterschiedlichen Blickwinkeln an:
Teil 1: Von einer Kolonie in der „Dritten Welt“ zur "Global City" in 60 Jahren: Zukunftsmodell Singapur!? 27.05.2026
In einer Zeit globaler Krisen und Bedrohungen sowie des damit einhergehenden Verlusts an politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Selbstverständnissen wird die Frage „wie werden Menschen in der Zukunft (noch) leben, wie organisieren sie ihr Zusammenleben auf der Erde“, immer dringlicher. Auf der Suche nach Antworten richtet sich der Blick auf bisher weniger beachtete Regionen der Welt, die vor dem Hintergrund eigener Tradituoinen und Werte, andere – dezidiert nicht-westliche Modelle - des Zusammenlebens entwickelt haben. Der Inselstaat Singapur soll an dieser Stelle beispielhaft herangezogen werden: In nur 60 Jahren seiner Unabhängigkeit hat er sich zu einem global player mit hoher wirtschaftlicher Dynamik und mit einem in Asien einzigartig hohen Lebensstandard entwickelt.
Im Vortrag soll Singapur weniger im Sinne eines „Vorbilds“ näher beleuchtet werden; vielmehr wird die Frage aufgeworfen, wie andere, nicht-westliche Gesellschaften auf die globalen Herausforderungen reagieren und welche Bezüge sich daraus für Europa sowie für die heraufziehenden Konflikte zwischen China und den USA ergeben.
Referent: Prof. em. Dr. Rüdiger Kunow
Teil 2: China – historische Entwicklungen ab Mitte des 19. Jhd - 09.06.2026
„Opiumkrieg (1839/1856) – „Boxeraufstand“ (1900), „der letzte Kaier (1912) – „China als Republik (1912-1949) – entlang dieser historischen Schlaglichter nähert sich der Vortrag im ersten Teil China als dem bevölkerungsreichsten Land des asiatischen Kontinents und viertgrößten Land der Erde an. Im Mittelpunkt steht die Entwicklungsgeschichte Chinas zu einer Weltmacht.
Nicht ausgespart soll auch die Bedeutung des chinesischen Bürgerkriegs (ab 1926), der chinesisch-japanische Konflikt (ab 1937) und Chinas Aufstieg zur Großmacht nach dem 2. Weltkrieg (ab 1945) werden. Der Ausblick auf die Kulturrevolution und die „Ping-Pong-Diplomatie“ verweist abschließend auf den Wandel Chinas nach dem 2. Weltkrieg
Teil 3: Der Wandel Chinas nach dem 2. Weltkrieg - interkulturelle Perspektiven - 16.06.2026
Chinas Wandel nach dem 2. Weltkrieg ist eng mit dem „Sieg des Kommunismus“ verbunden. 1949 entsteht die Volksrepublik China, während sich die Nationalisten nach Taiwan zurückzogen. Unter Mao Zedong kam es zu großen politischen Umbrüchen wie der Kulturrevolution. Später öffnete Deng Xiaoping das Land wirtschaftlich und suchte den Kontakt zum Westen – bekannt wurde das durch die „Ping-Pong-Diplomatie“.
Welche gesellschaftlichen und protokollarischen Besonderheiten prägen den Umgang mit China? Hier spielen auch interkulturelle Aspekte in der Diplomatie eine Rolle. Wie könnten sich die Beziehungen zwischen China, den USA, der EU und Deutschland weiterentwickeln? Für welche Bereiche sind stabile Beziehungen zu China notwendig?
Referenten Teil 2 und 3: Guido Scharrenbroich und Hermann Schmitt
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