Deutsche Erinnerungskultur?

Asal Dardan liest aus ihrem Buch „Traumaland“

Lesung

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Asal Dardan
© Cihan Çakmak

Deutschland gilt international als vorbildlich, was die Aufarbeitung seiner Nazi-Vergangenheit und das Gedenken an die Opfer angeht. Aber was ist mit den rassistischen Taten von heute? Asal Dardan befasst sich mit der deutschen Erinnerungskultur. Und sie fragt: Was wird da erinnert? Und warum wird zugleich so vieles vergessen oder gar verdrängt? In ihrem Buch „Traumaland“ begibt sie sich auf die Suche nach den Spuren der Gewalt in Deutschlands Vergangenheit und Gegenwart – an Orten wie Berlin, Köln, Dessau oder Hoyerswerda. Die iranisch-stämmige Autorin zeigt, warum ausgerechnet der hochgelobte deutsche Erinnerungsdiskurs die Opfer von heute zugleich abweist und ausgrenzt. Sie plädiert für ein gemeinsames Erinnern, in dem die historisch verschiedenen Gewalterfahrungen Berücksichtigung finden. Asal Dardans Buch ist ein Appell an die Solidarität jenseits aller Identitäten.

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, aufgewachsen in Köln, Bonn und Aberdeen, studierte in Deutschland und Schweden Kulturwissenschaften und Nahoststudien. Für ihre Essays wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Herkunft, Ausgrenzung, Rassismus und rechtsextremer Gewalt.

 

Förderer: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen
Kooperationspartner: Förderverein Bibliothek Rathenow, Bibliothek Rathenow

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