
Der Förderverein der Clara-Zetkin-Gedenkstätte lädt gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenbur e.V. zu einem Vortrag mit der Ethnologin und Ausstellungskuratorin Jeanette Toussaint ein, die das Leben und Wirken von Else Niemöller (1890-1961) in Erinnerung bringen wird.
Else Niemöller war Lehrerin, Mutter von acht Kindern, Ratgeberin und Kritikerin ihres Ehemannes, dem Pfarrer und prominenten Vertreter der Bekennenden Kirche, Martin Niemöller. In der für die Martin-Niemöller-Stiftung kuratierten Wanderausstellung über Else Niemöller mit dem Titel „Ihren Platz in der Welt finden“ zeichnet Toussaint den gemeinsamen Weg der Niemöllers vom antidemokratischen Handeln hin zum entschiedenen Eintreten für Frieden und Völkerverständigung nach.
So war Else Niemöller bis zu ihrem Tod 1961 Ehrenpräsidentin der Westdeutschen Frauenfriedensbewegung (WFFB). Die 1952 gegründete Organisation setzte sich für Frieden, Abrüstung und die Wiedervereinigung der deutschen Staaten ein. Die Frauen arbeiteten überparteilich und hielten Kontakt auch zu sozialistischen Ländern. Daher gerieten sie schnell in Verdacht, verfassungsfeindlich und kommunistisch zu agieren. Das wirkte sich auch auf die Berichterstattung in Ost und West aus.
Jeanette Toussaint wird an diesem Nachmittag Beispiele aus dieser Berichterstattung präsentieren und über die Geschichte der WFFB, ihre Protagonistinnen und insbesondere Else Niemöllers Engagement informieren.
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