In den letzten Jahren wird in Fachdiskursen der historisch-politischen Bildung vermehrt die Frage gestellt, wie die Vermittlung und Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah antisemitismuskritischer gestaltet und beide Themenfelder stärker zusammengedacht werden können.
Akteurinnen und Akteure der historisch-politischen Bildung, etwa in Gedenkstätten, Museen oder Nichtregierungsorganisationen, verfügen über umfangreiches Fachwissen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus.
Fundierte Kenntnisse und eine tiefgehende, selbstreflexive Auseinandersetzung mit Antisemitismus als komplexes Gewalt- und bis heute andauerndes Ungleichheitsverhältnis sind jedoch nicht immer selbstverständlicher Bestandteil der Ausbildung oder des Studiums von Fachkräften der historisch-politischen Bildung.
Der zweitägige Workshop greift das Verhältnis von historisch-politischer Bildung und Antisemitismuskritik auf. Im Mittelpunkt steht eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus durch einen selbst- und gesellschaftsreflektierten Zugang, um die eigene Wahrnehmung-, Deutungs- und Handlungskompetenz im pädagogischen und wissenschaftlichen Kontext zu stärken.
Der Workshop wird von Romina Wiegemann und Jana Scheuring vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) in Trägerschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. konzipiert und durchgeführt und mit einem Beitrag von Ksenia Eroshina von Zweitzeugen e.V. ergänzt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anreise und Übernachtung erfolgen eigenständig. Bitte melden Sie sich bis Sonntag, den 27. September 2026 an.
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