
Im Zentrum des Workshops von 10:30 bis 13:00 Uhr stehen die Geschichten von Zeitzeugen, Erlebnisse aus dem Haftalltag und die Auswirkungen politischer Repressions- und Hafterfahrungen auf das Leben der Betroffenen. Dabei beleuchten wir besonders den künstlerischen Umgang mit dem Erlebten und sprechen auch über eigene Strategien im Umgang mit schwierigen Ereignissen und Lebensumständen.
Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung betrachten wir verschiedene künstlerische Werke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und großformatige Installationen ehemaliger Häftlinge und setzen uns beispielhaft mit einigen Werken und Lebensgeschichten intensiver auseinander. Künstlerische Werke dienten den Betroffenen nicht selten als Ausdrucksmittel des Unsagbaren und waren oft die einzige Möglichkeit, die erlittenen Erfahrungen innerlich zu bewältigen und mit dem Umfeld (wieder) in Kontakt zu treten.
Auch in vielen anderen Bereichen können künstlerische Mittel zur persönlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte, zur inneren Heilung und zur Förderung von Resilienz beitragen. Dies wollen wir im Rahmen des Workshops näher beleuchten.
Der Workshop beinhaltet eine kurze Führung über das Gelände, gemeinschaftlichen Austausch und Begegnung sowie die Möglichkeit zur thematischen Vertiefung anhand ausgewählter Kunstwerke und Biografien.
Hinweise zur Barrierefreiheit:
Große Teile des Geländes sind barrierefrei zugänglich. Es gibt aber auch vereinzelt Bereiche mit Stufen wie die ehemaligen Einzel- und Arrestkeller, diese können aber ggf. im Rahmen der Führung ausgelassen werden. Das Gelände selbst ist ansonsten überwiegend ebenerdig, wenn auch stellenweise etwas uneben. Das Hauptgebäude der Gedenkstätte, in welchem sich die meisten unserer Ausstellungen und unsere Versammlungsräume befinden, verfügt über einen Fahrstuhl sowie Rampen. Auch ein behindertengerechtes WC ist im Foyer vorhanden. Falls Sie besondere Bedürfnisse oder Wünsche haben, nennen Sie uns diese gerne schon im Vorfeld. Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung!
Wo
Menschenrechtszentrum Cottbus e. V.
Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Wann
Freitag, 10. Oktober 2025, 10:30 Uhr
Anmeldung und Infos unter: anmeldung@menschenrechtszentrum-cottbus.de. Platzzahl begrenzt.
Dieser Kurs wird gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Eine Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche "Die Zärtlichkeit der Demokratie" der AG Politische Bildung Cottbus in Kooperation mit der VHS Cottbus.
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