Wohnungsleerstand ist ein drängendes Problem in schrumpfenden Städten und Gemeinden. Davon sind fast alle ostdeutschen Regionen flächendeckend sowie westdeutsche strukturschwache Regionen betroffen. Der Wohnungsleerstand wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. In Ostdeutschland wird ein Bevölkerungsrückgang in ländlichen Räumen von ca. einer Million Einwohner*innen bis 2045 erwartet.
Leerstand trägt dazu bei, dass Infrastrukturen wie Schulen, Bibliotheken, Schwimmbäder nicht ausgelastet sind und abgebaut werden, dass die Lebensqualität sinkt. Er verstärkt das Gefühl des Abgehängtseins und trägt dazu bei, dass sich die Abwanderung weiter verstärkt. Dabei bieten die günstigen Wohnungen und freien Räume auch Chancen auf Selbstentfaltung und Mitbestimmung.
Wir diskutieren: Welche erfolgversprechenden Modelle beleben den Leerstand? Können freie Wohnungen die Not an anderen Orten entlasten und bezahlbaren Wohnraum vermehren? Welche Chancen bieten interkommunale Strategien und ortsunabhängiges Arbeiten? Was tun bei strukturellem Leerstand?
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