Das Aktionsbündnis Brandenburg und die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung laden ein zur Präsentation der App Stolpersteine Digital am 5. November in Potsdam-Babelsberg. Mit Hilfe der App können Stolpersteine per Smartphone gescannt und die Informationen zu den Menschen, an die dort erinnert wird, abgerufen werden. Zudem bietet sie eine Gedenkfunktion. Die App wurde entwickelt vom Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein und enthält nun erstmals auch alle 1.500 in Brandenburg verlegten Stolpersteine.
Nach dem Pressegespräch im Kulturhaus Babelsberg gibt es die Möglichkeit, gemeinsam zu nahen Stolpersteinen zu gehen, um die Funktionen der App vor Ort zu demonstrieren.
Das Stolperstein-Projekt wurde 1992 von dem Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Mit seinem Engagement hat er mit inzwischen über 80.000 Steinen das weltweit größte dezentrale Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus geschaffen. Ein Stolperstein ist ein Betonquader mit einer Messingplatte, der in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort der verfolgten Person eingelassen wird. Auf der Messingplatte stehen die Namen, die Lebensdaten und die Orte, an die die Menschen deportiert wurden oder an die sie geflohen sind.
Die App Stolpersteine Digital wurde 2023 erstmals für Schleswig-Holstein geschaffen und wird nun in neuer Version um die Stolpersteine zahlreicher weiterer Bundesländer ergänzt.
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