Bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung zur aktuellen Situation im Nahen Osten und besonders dann, wenn es um Israel und Palästina geht, zeigte sich, dass es erhebliche Unsicherheiten gibt. Erstens kann festgestellt werden, dass zwar zahlreiche Berichte in den Medien erscheinen, das Wissen um historische Zusammenhänge und die politischen Akteure sich jedoch in Grenzen hält. Zweitens ist eine begriffliche Unsicherheit erkennbar. „Staatsräson“ und „Antisemitismus“ gehören u.a. dazu, aber auch die Fragen nach der Definition von „Genozid“ und danach, wo die Grenze zwischen Befreiungsbewegung und Terrorismus verläuft. Drittens fällt in Kommentaren auf, dass offenbar mehr Bekenntnis und Meinung als anstrengende Analyse gefragt sind.
Die jüdische Friedensaktivistin Vered Berman appellierte in einem Interview für die Wochenzeitung „der Freitag“ (Nr. 28/2026) dafür, diesen Unsinn zu lassen, sich für eine Seite entscheiden zu müssen. Um Menschenrechte, Frieden und Völkerrecht ginge es.
In diesem Sinne soll der Vortrag, Wissen zu komplizierten Zusammenhängen vermitteln und Anregungen geben, sich intensiver mit der Problematik zu beschäftigen.
Dr. Karin Kulow ist Arabistin, Islamwissenschaftlerin und Historikerin. Sie war Professorin für Geschichte mit Schwerpunkt Naher Osten in Berlin.
Moderation: Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph)
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und der Seenland Buchhandlung
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