Wo ist die dritte Generation Ost?

Fach-und Führungskräftemangel in Ostdeutschland aus der Sicht der Fehlenden

Podiumsdiskussion

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Der Osten Deutschlands ist nicht nur durch die friedliche Revolution, sondern auch durch massive strukturelle Veränderungen der letzten 20 Jahre geprägt. Zunehmend machen die neuen Bundesländer als Vorboten eines als dramatisch beschriebenen Fach- und Führungskräftemangels von sich reden. Es sind insbesondere die gut ausgebildeten jungen Menschen zwischen 25 und 35, die aus Ausbildungs- und Karrieregründen abwandern, obwohl sie doch wichtige Trägerinnen und Träger einer nachhaltigen ostdeutschen Zukunft wären.

Wer sind diejenigen, an denen es in Ostdeutschland als Fach- und Führungskräfte mangelt? Sind es die jungen Ostdeutschen, die zur Ausbildung weggegangen und nicht wiederkommen sind? Oder wandern sie nach abgeschlossener Ausbildung dorthin, wo es attraktive und gut bezahlte Jobs gibt?

Dr. Judith Enders hat zusammen mit einer Arbeitsgruppe von Stipendiaten junge Ostdeutsche befragt, die weggegangen sind und die, die dablieben. Sie wollte erfahren, wie sich diese Generation  ihre berufliche aber auch ihre familiäre und soziale Zukunft vorstellt. Sie hofft, daran zu erkennen, wie dem Fach- und Führungskräftemangel als gesamtgesellschaftlichem Problem zu begegnen ist. 

Gäste:

  • Adriana Lettrari, Alt-Stipendiatin Hans-Böckler-Stiftung
  • Mandy Schulze, Stipendiatin Hans-Böckler-Stiftung
  • Johannes Staemmler, Fellow, Hertie School of Governance

Linktipps

  • www.dritte-generation-ost.de

  • Vorträge zum Nachhören beim MDR

    Unterstützt von der Stiftung Aufarbeitung, kamen vom 8. bis 10. Juli 2011 erstmals Vertreter der dritten Generation Ostdeutschland zu einer Konferenz zusammen, um über ihre Erfahrungen mit dem Land zu sprechen, in dem sie aufgewachsen sind und das es heute nicht mehr gibt. Neben Erinnerungen und dem Formulieren von Zukunftsvisionen gehörte die Standortbestimmung in der Gegenwart zu den Themen. Dazu eingeladen waren mit der Erziehungswissenschaftlerin Professor Ingrid Miethe und mit dem Soziologen Doktor Raj Kollmorgen zwei Wissenschaftler, die sich in ihren Forschungen mit genau diesen Fragestellungen beschäftigen.

  • Freiheit ist die Freiheit der Schlechtergestellten

    Die Dreißigjährigen sind qualifizierter, mobiler und flexibler als ihre Eltern, die in Frieden und Wirtschaftswachstum hineingeboren wurden. Was machen sie daraus? Eine Bestandsaufnahme in der FAZ vom 14.02.12.

  • Dritte Generation Ost

    Beitrag im rbb vom 15.02.12

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Kommentare

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Ihnen ist gestern wieder eine sehr anregende und in die Zukunft weisende Veranstaltung gelungen. Danke an die 3. Generation Ostdeutschland, die so reflektiert, eloquent und humorvoll ihre Lage schildert, analysiert und sich in die Geschicke Ostdeutschlands einbringt und einbringen will. Danke auch an die Landeszentrale, dass sie diese neuen gesellschaftliche Impulse der Öffentlichkeit präsentiert... Ich bin gespannt auf mehr...

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