Seit 2014 sammelt die Berliner Künstlerin Patricia Thoma Bilder von Kindern aus aller Welt. Kinder, die mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen sind, malten aus der Erinnerung ihre Heimat. Wo wohnten sie? Welche Hobbies hatten sie? Wie sieht ihr neues Zuhause aus?
In einer Zeit weltweiter Konflikte und Krisen geben die aus einer sehr persönlichen Perspektive gestalteten Bilder Einblicke in eine Welt jenseits bekannter Darstellungen aus Reiseführern. Da wird das Haus der Großeltern gemalt, das Lieblingsessen samt Zutaten gezeichnet und erklärt oder die komplette Familie mit allen Haustieren porträtiert. Häufig sind es die eigenen Lebensläufe, die zweisprachig vorgestellt und detailgenau illustriert werden. Ob mit Filzstift, Pastellkreide, Tusche oder als Collage – stets erzählen die Sechs- bis Zwölfjährigen, was Heimat für sie bedeutet und wie wichtig ihnen ein Zuhause ist.
Für die Ausstellung verbindet Patricia Thoma die Arbeiten in Patchwork-Technik zu großen, quadratischen Wandbildern, in denen „KOMMEN und BLEIBEN“ auf vielfältige Weise ausgedrückt wird. Jedes einzelne Kunstwerk ist gleichzeitig ein Appell an die erwachsenen Betrachter, die Welt zu schützen und zu erhalten.
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