Als russische Truppen das ukrainische Atomkraftwerk Tschornobyl am 24. Februar 2022, in den ersten Stunden der allumfassenden Invasion der Ukraine, besetzten, wurde ihre Aktion von Überwachungskameras aufgezeichnet. Im Zuge des Versuchs, die nur hundert Kilometer entfernte ukrainische Hauptstadt Kyiv einzunehmen, verwandelten sie das Gelände des Atomkraftwerks in eine Militärbasis. Die meisten ihrer kriminellen Aktivitäten während der fünf Wochen, die sie in dem radioaktiven Gebiet festsaßen, wurden vom Überwachungssystem des Atommeilers aufgezeichnet.
Spetsialna Operatsiia basiert auf diesen Aufnahmen, die am Ort des verheerendsten Nuklearkatastrophe der Geschichte entstanden sind, und entwirft eine nahezu entkörperlichte Untersuchung militärischer Logik. Jede Einstellung ist ein Beweisstück für das Kriegsverbrechen des nuklearen Terrors.
In Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam
Regisseur - Oleksiy Radynski

Oleksiy Radynski ist ein in Kyiv lebender Filmemacher und Autor. Seine Filme experimentieren mit dokumentarischen Formen und Praktiken des politischen Kinos. Sie wurden auf Filmfestivals und Ausstellungen weltweit gezeigt, unte anderem auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam, dem Institute of Contemporary Arts, der Taipei Biennale, dem Sheffield Doc Fest und DOK Leipzig. Sein Film Chornobyl 22 (2023) gewann den Großen Preis bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.
Filmografie
2013 Incident in the Museum; 8 min
2014 Integration; 17 min
2015 People Who Came to Power; mit Tomas Rafa, 17 min
2016 Landslide; 28 min
2017 The Film of Kyiv. Episode One; 8 min
2019 Facade Colour: Blue; 23 min
2020 Сirculation; 11 min
2022 Infinity According to Florian; 70 min
2023 Chornobyl 22; 22 min
2024 Where Russia Ends; 25 min
2025 Spetsialna Operatsiia
Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025
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