Leichte Sprache
Filmvorführung
17. Mai 2018, 18.30 Uhr

EIN DEUTSCHES LEBEN

Brunhilde Pomsel © 2017 Edition Salzgeber

EIN DEUTSCHES LEBEN ist ein österreichischer Dokumentarfilm über Brunhilde Pomsel, die Sekretärin von Joseph Goebbels. Seit 1948 war das sowjetische Speziallager in Sachsenhausen der zentrale Haftort für Frauen in der Sowjetischen Besatzungszone. Unter den Frauen, die hier inhaftiert waren, befanden sich auch solche, die in den zentralen Verwaltungs- und Repressionsapparaten des „Dritten Reiches“ tätig gewesen waren, etwa bei der Gestapo, dem SD oder bei hohen Vertretern des Nationalsozialistischen Regimes.

Pomsel (1911-2017), die ihre Jugend im Berlin der 20er Jahre erlebt hatte, arbeitete ab 1933 als Sekretärin in der Abteilung Zeitfunk der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft. 1942 kam sie ins Büro von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Als 1945 die Kämpfe heftiger wurden und immer näher kamen, ging sie sich mit ihren Kolleginnen in den Luftschutzkeller unter dem Propagandaministerium.

Dort verbrachte sie die letzten Stunden mit ihrem Chef und seiner Familie - bis zum Mord der gemeinsamen sechs Kinder und dem Suizid von Joseph und Magda Goebbels. Noch im Bunker wurde Pomsel von sowjetischen Truppen aufgegriffen. Es folgten fünf Jahre Haft in sowjetischen Speziallagern: Buchenwald, Hohenschönhausen und Sachsenhausen. Danach setzte sie ihre Karriere als Chefsekretärin bei der ARD fort.

 

Begrüßung und Gespräch

  • Dr. Enrico Heitzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen
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