Im Februar 2026 bestätigte eine groß angelegte Dunkelfeldstudie der Bundesregierung unmissverständlich, was längst etabliertes Fachwissen war: Gewalt gegen Frauen, queere und diversgeschlechtliche Menschen ist erschreckend weit verbreitet – und es wird erschreckend wenig dagegen unternommen. Die Statistik beschreibt ein gesellschaftliches Problem, das jedoch immer noch häufig als ein privates oder individuelles Problem begriffen wird. Auch die lauten Rufe nach einem härteren Law- and Order-System werden die Ursachen von geschlechtsspezifischer Gewalt nicht an ihren Wurzeln packen.
Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen am 25.11. macht auf dieses Problem aufmerksam und appelliert an unsere gemeinschaftliche Verantwortung. Im Rahmen der 16 Aktionstage, die am 25.11. beginnen, lädt das Autonome Frauenzentrum Potsdam die Rechtsanwältin und Autorin Christina Clemm ein, um aus ihrem neuen Buch „Ein ungehaltenes Plädoyer“ zu lesen und über Möglichkeiten der kollektiven Verantwortungsübernahme zu sprechen.
Wie können wir eine ehrliche Auseinandersetzung über Frauenfeindlichkeit führen? Wie können wir die Ursachen von Gewalt beseitigen? Wie können wir Betroffenen solidarisch zur Seite stehen? Was muss sich im Justizsystem ändern und welche Wege zur Gerechtigkeit gibt es außerhalb davon?
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